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Bauchladen


Die erste 30iger Zone, die Spaß macht:
30 Jahre Bauchladen

Informationen über die Entstehung von Arnos Bauchladen
und meine Firmen-Philosophie
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Abbildung: Vorsicht Blitzer! -

Schon mal aufgefallen?

dass meine Bücher und CDs alle "glatte" Preise haben, als keine vorgetäuschten kalkulerirten Preise wie 7,99, 6,95 oder 12,80 Euro. Meine Bücher kosten immer 7,-, 8,- 12,-, 16,- Euro. Zu den Verkaustricks, in der Einer- und Zehnerstelle fast immer mit den Ziffern '95 oder '99 zu enden, hat schon Martin Luther seinen Senf gegeben: "Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unseres Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen, noch mit falsche(m)....Handel (!) an uns bringen...". Was der alte Knabe schon alles wusste!!

Nach dem Versand meines letzten Njus-Lätters bekam ich 2 sehr unterschiedliche Reaktionen:

ARNÖÖÖÖÖÖÖ
du bist doch der geilste verriiicktäste Bruder den ich ahbe und kenne und liebe!!!
Hör mal ich liiiiiebe deine Niuslädder fei ährlich gä!!?? SCHICK MIR BITTE DEIN BUCH:
Woran starb das tote Meer?: Widersprüchliches zum Lach(denk)en - für 8 Milliarden Eurolein!! Ich komme zum Aartal gucken wie du mit Nina rockst ;-) wußtest du dass ich mit Nina Hagen seit fast einem Jahr eine neue GÖTTLICHE TALKSHOW plane - so nennen wir das immer ...hast du bock irgendwie mit zu machen ????MIT IDEEN??? MIT PLANUNG MIT GEBET. DU GEILER TYP - AUF DEN HIMMEL FREU ICH MICH WEGEN JESUS UND WEGEN DURCHGEKNALLTEN TYPEN WIE DIR!!!
SCHADE DASS WIR UNS NICHT SO OFT SEHEN - DU KÖNNTEST ZUM BEISPIEL BEI MIR ÖFTER MAL VORBEI GUCKEN ZUM PUTZEN - VOR ALLEM HINTERM CD REGAL STAUBTS IMMER SO - ALTBAU HOHE DECKEN VIEL STAUB!!
Love ya Du PUNKy* will auch so ne Brille!! Gottes Nähe mein Lieber ----> 1.Petrus 5,6 Davy von der Navy grüße an die beste Hannaaaaaa

Lieber Herr Backhaus,
ich erhalte öfter Hinweise auf Konzerte etc., die von Ihnen veranstaltet oder verantwortet werden. So auch heute wieder mit dem etwas anderen "Njus-Lätter". Wenn man schon glaubt, ohne den "news letter" nicht auskommen zu können, so sollte man ihn wenigstens richtig schreiben und nicht diese kindische Verballhornung, die man nur einem unreifen und schulschwachen pubertierenden Jugendlichen zutraut, verwenden. Solche peinlichen Schreibweisen darf man erwachsenen Menschen, denen Kultur etwas bedeutet, einfach nicht durchgehen lassen. Sie schrecken eher ab als einladend zu wirken. Bitte bedenken Sie das doch bei Ihren künftigen Formulierungen.
Freundliche Grüße J.P

Mit BarryMcGuire hat alles begonnen

Abbildung: von lins nach rechts Christine & Manfred Siebald, - Hanna & Arno Backhaus, Barry McGuire und John York (Ex-Byrds), gemeinsam mit ihren Frauen nach einem bewegenden Konzert!! Mit Barry McGuire hat mein Bauchladen 1972 begonnen.

Abbildung: Unsere 1. LP (nicht als CD lieferbar) -



WORIN ICH MICH VIELLEICHT (?)
VON ANDEREN UNTERSCHEIDE?


In nur wenigen, aber entscheidenden Punkten:


1. Zuerst kommt unsere Ehe und Familie, dann kommt eine Weile nix
und erst dann kommt mein Laden!

Ich lebe nicht für meinen Laden, sondern bemühe mich, daß der Laden mich ernährt und ich dadurch Freiräume für Gottes Willen bekomme. Trotzdem bin ich kein Phantast und Realist genug, zu wissen, daß es leider immer wieder Zwänge gibt, die mich einengen. Ich bemühe mich diese Zwänge sehr gering zu halten.



2. Ich will nicht wachsen und expandieren, nicht größer werden

Vor Jahren sagte mir ein Geschäftsführer einer christlichen Firma “Du könntest mit deinen vielen Adressen und deinem Potential viel mehr Umsatz und Gewinn machen”. Ich sagte ihm “Warum sollte ich das? Ich kann doch von dem Gewinn den ich jetzt mache leben und meine Familie ernähren. Was will ich denn mehr?” Ich erlebe immer wieder Menschen in Verlagen und Werken, bei denen Ehe praktisch nicht mehr stattfindet, weil sie fast nur noch arbeiten, oder arbeiten müssen oder auch arbeiten wollen (??!! Workoholiks!). Sie haben sich dem Wirtschaftswachstum und einem damit verbundenen Zwang (freiwillig?) unterstellt. Man muß sich entscheiden, ob man diesen Kreislauf mitmacht oder nicht. Und wenn man mitmacht, dann besteht die Gefahr, daß viele in ihrem Geschäft untergehen und eingehen - und nicht nur das Geschäft, sondern die Ehe, die Familie, die ganze Persönlichkeit. Meine Entscheidung ist vorrangig für die Familie dazusein und nicht den Umsatz zu machen, den ich machen könnte. Ich sehe viele, die gute Geschäfte machen, sehe ihre Häuser und Autos - aber meine Lebensqualität möchte ich nicht tauschen gegen ihre materielle Qualität!! Ein Teil meiner Lebensqualität besteht darin, daß ich Dinge tun kann, die ich tun möchte und nicht tun muß! Vielleicht kennt ihr ja die folgende Geschichte :

...von der Kunst zu leben.
In einem Hafen liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot.Er döst vor sich hin, genießt die Sonne und blickt auf das herrliche Meer. Ein Tourist geht herum und fotografiert. Nach einer Weile entdeckt er den Fischer in seinem Boot. Die zwei kommen ins Gespräch. Auf die besorgte Frage des Touristen hin erzählt der Fischer, dass er schon am Morgen mit seinem Boot ausgefahren ist und genug für die nächsten 2 Tage gefangen hat.

Der Fremde fragt, ob er nicht heute ein zweites oder drittes Mal ausfahren möchte, dann könne er doch viel mehr fangen ... und das nicht nur heute, sondern an jedem Tag. Der Fischer schüttelt den Kopf. Der Tourist schwärmt ihm vor, was er sich dann alles leisten könne und wie sein Geschäft aufblühen würde. “Sie würden sich ein Kühlhaus bauen, vielleicht eine Räucherei, mit einem Hubschrauber rumfliegen, die Fischschwärme ausmachen und Ihren Kuttern per Funk Anweisung geben. Sie könnten die Lachsrechte erwerben, ein Fischrestaurant eröffnen, den Hummer direkt nach Paris exportieren – und dann ...” die Begeisterung verschlägt dem Fremden die Sprache. Der Fischer klopft ihm auf den Rücken. “Was dann?” fragt er leise. “Dann”, sagt der Fremde mit stiller Begeisterung, “dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne dösen – und auf das herrliche Meer blicken.” “Aber das tu ich ja schon jetzt”, sagt der Fischer...(nach Heinrich Böll)



3. Ich versuche so unbürokratisch wie möglich meinen Laden zu führen.

Nicht vorrangig die Gewinnmaximierung ist mein Ziel (auch wenn ich natürlich nicht von Luft lebe und Gewinn machen muß um zu überleben), sondern dem Kunden weiterzuhelfen. Etwa 20-30% der Kundenanfragen bringen mir keinen Cent, sondern nur Arbeit (Kunden fragen mich nach Telefon -Nummern, Adressen, bestimmten Texten, CDs die es in Deutschland nicht mehr gibt, Bücher die ausverkauft sind, Hintergrundinformationen zu einzelnen Musikern, usw.)

4. Manchmal gehe ich unkonventionelle Wege

Wenn ich bei Kirchentagen oder größeren Festivals einen CD- und T-Shirt-Tisch habe und zwischendrin mir mal die anderen Stände anschauen möchte (und alleine am Stand bin), dann lege ich meine Kasse auf den Verkaufstisch, nehme die meisten Scheine heraus und stelle ein kleines Schild vor die Kasse: “Selbstbedienung! Scheine reinlegen, Wechselgeld rausnehmen, Kasse schließen. Wer mich beklaut, schädigt nicht mich, sondern sich selbst, denn er muß mit seinem schlechten Gewissen fertig werden, nicht ich.” Natürlich kommt es auch vor, daß man mich bestiehlt, aber bisher lebe ich ja noch, es war noch nie so viel, daß ich daran eingegangen bin...

Auf einer meiner ersten Kataloge (von 1981) steht auf der Coverseite “Überleg dir was du bestellst, bestell nicht zu viel! In der 3. Welt leiden viele Menschen an Hunger und wir ziehen uns eine CD nach der anderen rein und geben das Geld wahllos aus...” Meine Konkurrenz sagt natürlich “Du bist verrückt, du kannst doch nicht auf der ersten Seite dem Kunden empfehlen, daß er nicht so viel bestellen soll. Er soll doch bestellen, das ist doch der Sinn eines Kataloges...!” Ich habe damit weniger Probleme und möchte eigentlich meine Kunden immer wieder auch daran erinnern mit ihrem Geld sinnvoll umzugehen. Es ist für mich eben nicht das erste Ziel etwas zu verkaufen, oft auf Kosten von Glaubwürdigkeit und Lebensqualität. Ich habe in einem anderen Katalog meinen Kunden den Rat gegeben, erst dann eine CD oder ein Shirt zu bestellen, wenn sie den gleichen Geldbetrag dafür noch einmal gespart haben und einer sozialen Einrichtung geben. Wer so viel Geld nicht hat, wartet eben mit der Bestellung, bis er den gleichen Betrag noch mal angespart hat, denn: geteilte Freude ist doppelte Freude!!