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Katholische Kirche vertreibt Pornos und Kirchenkritik
Der "Weltbild"-Verlag ist Marktführer unter Deutschlands Buchverkäufern. Was viele nicht wissen: Der Verlag gehört der Katholischen Kirche. Zum Angebot gehören Porno- und Erotik-Literatur ebenso wie religionsfeindliche Bücher. "Welt Online" hat einen wütenden Artikel veröffentlicht über einen Skandal, den der Autor beschreibt mit: "Wasser predigen und Wein trinken – Keuschheit predigen und Pornos verkaufen".
"Seit 30 Jahren hantiert die katholische Kirche mit 'Weltbild'", schreibt der Autor Bernhard Müller. "Seit 30 Jahren ein Flirt mit Geld und Macht. Unter Missachtung ethischer und moraltheologischer Verpflichtungen hat sich die Kirche mit ihrem hauseigenen Konzern zu einem 'Major Player' im Mediengeschäft hochgepuscht. Dieser Weg nach oben hat Millionen an Kirchensteuergeldern verschlungen." Müller ist Herausgeber des "Vatican"-Magazins, Chefredakteur der katholischen Monatszeitschrift "PUR" und Verlagsleiter des Fe-Medienverlages.
Das Unternehmen mit Sitz in Augsburg habe 6.400 Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz von rund 1,7 Milliarden Euro und stehe beim Onlinebuchhandel gleich hinter Amazon. Im stationären Buchhandel hat "Weltbild" rund 20 Prozent Marktanteil. Damit ist der Konzern der führende Buchverkäufer in Deutschland.
Zum Online-Angebot von "Weltbild" gehören etwa 2.500 erotische Titel. Darunter sind auch Bücher des Verlages "Blue Panther Books" mit seiner Sex-Prosa der Reihen "Anwaltshure", "Vögelbar" und "Schlampen-Internat", so "Welt Online". Der Autor greift bewusst zu Polemik: "Wozu braucht 'Weltbild'-Aufsichtsrat und Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Langendörfer, 'Meine feuerroten Stilettos?'. Muss Bischof Mussinghoff wissen 'Warum Männer so schnell kommen und Frauen nur so tun als ob'. So könnte man fortfahren." Weitere Buchtitel, die der Journalist recherchiert hat, lauten "Nimm mich hier und nimm mich jetzt!", "Sex für Könner", "Handbuch für Sexgöttinnen", und "Sag Luder zu mir!". Das Fachmagazin "buchreport" hatte im Oktober einen Bericht über die seltsamen Programminhalte des kirchlichen Verlages veröffentlicht.
Doch nicht nur das: Auch "nahezu alle" Schriften explizit kirchenfeindlicher Autoren wie die des britischen Gottleugners Richard Dawkins finden sich im Programm des Verlages. "Weiterhin sind Esoterik, Astrologie sowie gewaltverherrlichende und satanische Medien im Online-Angebot."
"Geld oder Moral?" Aber auch auf andere Firmenbeteiligungen weist "Welt online" hin: So gehört dem "Weltbild"-Konzern zu einem Drittel das Internet-Portal buecher.de. Dort werden Bücher wie "Graf Porno" und "Porno für Paare" beworben. Der Verlag "Droemer-Knaur", zu dem die deutschen Bischöfe einen eigenen katholischen Aufsichtsrat entsandt hätten, betriebe darüber hinaus einen der bekanntesten buddhistischen Verlage in Deutschland, den O.W. Barth-Verlag. "Auch daran sind die Bischöfe zur Hälfte beteiligt."
Zahlreiche engagierte Katholiken würden sich bereits seit mehr als zehn Jahren bei ihren Oberhirten über den "Weltbild"-Skandal beschweren. Im Frühjahr 2008 hätten sich einige Katholiken zur Initiative "Katholisches! Weltbild" zusammengetan. Sie hätten eine 70-seitige Dokumentation über das fragwürdige Angebot des katholischen "Weltbild"-Verlages erstellt und an alle deutschen Diözesanbischöfen geschickt, deren Bistümer Miteigentümer des "Weltbild"-Verlages sind, berichtet die "Welt". In der Informationsmappe sei nachgewiesen, dass "Weltbild" mit der Verbreitung von Sexbüchern, Gewaltverherrlichung, Esoterik, Magie und Satanismus eine Menge Geld verdiene. Die Geistlichen reagierten kaum auf die Beschwerde, heißt es. Eine Antwort aus dem Erzbischöflichen Ordinariat in München war gar zynisch.
Müller schreibt: "Der Marktführer unter Deutschlands Buchverkäufern kann nur Marktführer bleiben und seine Milliardenumsätze fortsetzen, wenn er weiterhin sein Geld auch mit Medien verdient, die mit dem katholischen Glauben nicht vereinbar sind." Der gedruckte 200-seitige Werbekatalog von "Weltbild" komme in etwa vier Millionen Haushalte. "Dort werden zwar offen keine Pornos beworben, der Katalog zeigt ansonsten aber oft eine erschreckende Niveaulosigkeit und preist Bücher an, die jeder Seite des katholischen Katechismus Hohn sprechen."
"Weltbild" sei für die deutschen Bischöfe so etwas wie eine Bank. "Sie haben dort über die Jahre knapp 182 Millionen Euro Kirchensteuergelder einbezahlt. Jetzt stehen sie vor der alten Frage: Geld oder Moral?" Und weiter: "Die Glaubwürdigkeit der Kirche steht auf dem Spiel. (…) Bekannte Vorurteile gegen die Amtsträger finden durch den Skandal um 'Weltbild' eine traurige Bestätigung: Wasser predigen und Wein trinken. Auf die aktuelle Situation übersetzt: Keuschheit predigen und Pornos verkaufen." (pro)
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Gar nicht so lustig ! Da habe ich mich fast zu Tode erschrocken, als ich in der Buchhandlungskette thalia, groß aufgemacht, ein Regal vorfand, in dem unverschämt und offensiv der Tod vermarktet wurde. Einige Todesartikel der Firma „Nichtlustig“ aus Sondershausen wurden breitflächig ausgesellt: „Notizheft des Todes“, „Mints des Todes“, „Anhänger des Todes“, „Kissen des Todes“, “Taschentücher des Todes“, Frühstücksets des Todes“ etc. Was muss eigentlich in einem Gehirn eines Managements oder eines Teams vorgehen, sich für die Verbreitung und Vermarktung des Todes einzusetzen? Da kann man nur hoffen, dass die Entscheidungsträger von thalia, die sich entschlossen haben, diese Artikel mit in ihr Sortiment aufzunehmen und groß herauszustellen, bei der nächsten Beerdigung von guten Freunden und Verwandten nicht am Friedhof und der anschließenden Trauerfeier einen Büchertisch mit diesen Artikel zum Verkauf vorfinden. Jugendlichen, die in ihrer subjektiven Einschätzung ihre persönliche Situation als verzweifelt und aussichtslos beurteilen, die ihre alltäglichen Probleme mit Eltern, Schule und Freunden wie einen unüberwindbaren Berg sehen, wird als Ausweg ein „smarter“ Tod angeboten. Der Tod wird schmackhaft gemacht, verharmlost und verlächerlicht. Das ist die Spitze unseres Werteverfalls! Oder sind das die neuen Werte die Junge und Alte, Arme und Reiche, Intelligente und „einfach Gestrickte“ heute brauchen? Jedem Trauerndem der einen lieben Menschen verloren hat durch Alter, Unfall, Selbstmord, Mord, Krieg, etc. wird damit brutal ins Gesicht geschlagen.
www.arno-backhaus.de
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Die Fliege-Essenz. Drei Sprühstöße am Tag sollen helfen: Morgens, mittags und abends. "Verzehrhinweis: Je drei kräftige Sprühstöße in den Mund. Sprechen Sie vor der ersten Gabe das Wort ‚Glaube’, zum zweiten Sprühstoß das Wort ‚Liebe’ und zum dritten das Wort ‚Zuversicht’ aus. Bei Bedarf wiederholen."
Jürgen Fliege betont vorweg: "Hauptsache ist, wenn man das Produkt mit dem Fliege-Segen kauft, kostet es keinen Cent mehr. Sondern es gibt es auf dem Markt. Der Fliege-Segen kostet keinen Cent mehr." Auf drängende Nachfrage von Markus Lanz, "Sie verdienen also nichts?", räumt Fliege dann ein: "Ich verdiene an dem Produkt, wenn eine Flasche verkauft worden ist, irgendwann 5 Euro." "Stimmt nicht, falsch!", wirft Jutta Ditfurth ein: "Es sind 18 Komma irgendwas Euro, die Sie kriegen, laut Hersteller." Fliege weist dies von sich: "Nein, nein, nein." Die Diskussion sollte sich nicht darauf reduzieren, meint der Ex-Fernsehpfarrer. Hellmuth Karasek wirft ein: "Geldschneiderei ist doch immer das Interessanteste, wie man Leute über den Löffel balbiert." Markus Lanz klärt auf, was das Unternehmen, das die Fliege-Essenz vertreibt, zum Verdienst von Jürgen Fliege sagt. Demnach erhält Fliege von 39,95.- Euro, die jede Flasche kostet, 18,58.- Euro pro Flasche. Fliege widerspricht. Er habe andere Informationen. Er bekomme von jeder Flasche fünf Euro, hält Fliege entgegen. Aber sein Thema sei ein völlig anderes, er wolle über Spiritualität reden. Lanz wirft nochmals ein: "Sie sagten vorhin, das kostet mit Fliege-Segen kein bisschen mehr als ohne Fliege-Segen. Wenn Sie fünf Euro verdienen, ist das nach meinem arithmetischen Verständnis schon mal nicht möglich ..."
Lanz brachte auch den umstrittenen Raumtrockner zur Sprache, der in der Kneippstadt beim „Bad Wörishofener Herbst 2010“ angeboten wurde. So steht es auf Flieges Internetseite. Der Hersteller soll mit Scientology verbunden sein, wurde Fliege in der Sendung vorgeworfen. Wo das Problemliege, wollte Fliege wissen.
Pastor Fliege ist vor allem als langjähriger Fernsehpastor bekannt geworden. Er hat die Fliege-Stiftung gegründet, zu deren Stiftungsrat der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Bayern, Johannes Friedrich, gehört. Von Bischof Johannes Friedrich stammt die Forderung, homosexuelle Menschen sollen ihre Homosexualität fröhlich und friedlich leben können. Zu den weiteren Geschäftsgebieten von Jürgen Fliege gehören die Fliege-Zeitschrift, die Fliege-Talkshow und Fliege-Reisen (zur Zeit die Reise: «Kappadokien - Land der Magie»). |
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Arno Backhaus über Fliege: Lieber ein überzeigter Atheist, als ein esoterischer 'Christ'
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Kampagne der Stadt Gießen an die Jugend: Mach Sex wie und mit wem du willst
Jugendbildungswerk und pro familia wollen Jugendlichen ihre Sexualvorstellungen anerziehen
Homosexualität müsse zum Mainstream-Thema werden, äußerte der Abteilungsleiter der Kinder- und Jugendförderung in Gießen, Egon Wielsch, laut Gießener Stadt-Anzeiger über ein Projekt, mit der der jungen Generation bestimmte Sexualvorstellungen anerzogen werden sollen. Die Jugendlichen sollen lernen, jede Art von sexueller Beziehung als normal anzusehen und sollen bestärkt werden, zu "lieben" wie und wen sie wollen.
ImageDas vor kurzem in Gießen gestartete Projekt steht unter dem Schlagwort "Liebe wie du willst". Jugendlichen soll vermittelt werden, daß nicht nur die sexuelle Beziehung zwischen Mann und Frau, sondern daß jede Art sexueller Orientierung und Beziehung zwischen Frauen und Männern normal ist. "Wir wollen dich darin bestärken, zu lieben wen du willst – und zu lieben wie du willst", verkündet das Projekt auf der dafür eingerichteten Internetseite. Hunderte Plakate sollen in den nächsten Wochen dafür Werbung machen (Bild links: Beispiel). Dem Gießener Stadtanzeiger zufolge wurden bereits 143 Einrichtungen in Gießen mit Postern und Postkarten bedient, die die ganze Palette möglicher Paar-Konstellationen abbilden. Neben Paarbeziehungen wird auch die Gruppe dargestellt. Legitimiert wird die Kampagne mit dem Slogan "für sexuelle Selbstbestimmung gegen Homophobie".
Wesentliches Zielfeld des Projektes ist die schulische Bildung. Unter dem Namen "Das LesBiSchwule Schulprojekt" sollen die lesbisch-schwulen Vorstellungen vom Sexualleben im Rahmen der Sexualerziehung in Schulklassen vermittelt werden. Dabei soll Schülerinnen und Schülern auch eine persönliche "Begegnung und Austausch mit Lesben, Schwulen und Bisexuellen" ermöglicht werden. Im Gebäude des Jugend- und Kulturzentrums Jokus wurde ein Café Queer als Begegnungsstätte für die Jugendlichen eingerichtet. Überdies wurde in Verantwortung des Magistrats der Universitätsstadt Gießen eine eigene Internet-Plattform eingerichtet (www.liebewieduwillst.de). Laut Gießener Stadtanzeiger äußerte Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich (Bündnis 90/ Die Grünen) bei der Projektvorstellung, sie sei froh, daß dieses Projekt zum Schwerpunkt gemacht worden sei.
Verantwortlich für das Projekt ist das Jugendbildungswerk des Magistrats der Stadt Gießen. Unterstützung leistet die pro familia Beratungsstelle Gießen. Aufgabe des Jugendbildungswerkes ist es, die Aufgaben der außerschulischen Jugendbildung wahrzunehmen und den Teilnehmern an seinen Veranstaltungen Möglichkeiten zur Selbstdarstellung und Aneignung von Kenntnissen und Fähigkeiten für Arbeitswelt, Freizeit und gesellschaftliche Tätigkeit zu eröffnen. Das Bildungsangebot wendet sich an alle jungen Menschen ab dem zwölften bis zum vollendeten 27. Lebensjahr.
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Die Antidiskriminierungskeule ist heute das probate Mittel, um Andersdenkende zum Schweigen zu bringen.
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Denke positiv – trotz Schuldenberg von 45 Millionen Euro!? Die Glaskathedralen-Gemeinde aus Kalifornien mit ihrer international ausgestrahlten TV-Gottesdiensten „Hour of Power“ und ihrem Gründer „Robert Schuller jun., hat laut Presseberichten einen Schuldenberg von rund 45 Millionen Euro angehäuft und stand kurz vor der Insolvenz. Der mentale Unterbau der Gemeinde, „Die Kraft des positiven Denkens“, hat scheinbar nicht bis in die Kassen gereicht. Gefährliches Spiel, wer sich aus der Bibel nur das raussucht, was zum esoterischen Zeitgeist passt (denke positiv), kann schnell auf die Schnauze fallen, oder wie Dagobert Duck, im Geld baden (gehen). Sprüche 23, 5-7 „Wenn du mit einem mächtigen Herrn am Tisch sitzt, dann bedenke, wen du vor dir hast! Beherrsche dich, selbst wenn du hungrig bist! Wünsche dir nichts von seinen Leckerbissen, denn es ist trügerisches Brot, täusche dich nicht selbst. Versuche nicht, mit aller Gewalt reich zu werden, spare deine Klugheit. Schneller, als ein Adler fliegen kann, ist dein Geld plötzlich weg - wie gewonnen, so zerronnen!“ (Schuller, als ein Adler fliegen kann, ist dein Geld plötzlich weg - wie gewonnen, so zerronnen!)
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Voodoo in weiss?? Da lese ich doch im Magazin "chrismon" (ein Magazin der Evangelischen Landeskirche), man könnte sich auch bei Sorgen ein Sorgenpüppchen basteln. "Sorgenpüppchen sind kleine Freunde! Erzähle den Püppchen deine Sorgen und lege diese unter dein Kopfkissen schlafen. Wenn du es schaffst deine Sorgen völlig den Püppchen zu überlassen, wird sich jedes Problem in Luft auflösen - so sagt man. Ausprobieren musst es aber selber!" Daraufhin habe ich mein Abo gekündigt: "Der Hinweis im vorletzten Heft, sich ein Sorgenpüppchen zu basteln und sich mit seinen Sorgen an dieses Püppchen zu wenden finde ich unter aller (Menschen)Würde! Jedem missbrauchten, verletzten Menschen, jedem der Sorge um seine Finanzen, seine Kinder oder seine Gesundheit hat, solche Ratschläge zu geben, sind wirklich mehr Schläge als Rat. Schwarze Maggie (Voodoo-Püppchen) jetzt in weiß zu verkaufen (Sorgenpüppchen) ist schon sehr grenzwertig!"
Gender Mainstreaming... „Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, und ein herzliches Willkommen an alle, die sich nicht mit diesen Kategorien identifizieren können oder wollen“ (Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn), der evangelische Theologe Thomas Krüger, in seiner Eröffnungsrede zum Kongress „das flexible Geschlecht“)
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Mutter wird amtlich durch "das Elter" ersetzt Mutter wird amtlich durch "das Elter" ersetzt
In Bern wird jetzt mit der Abschaffung der Diskriminierung ernst gemacht
Laut neuem Leitfaden für die amtlich verbindliche Sprache in der Schweiz scheint die Verwendung der Begriffe Vater und Mutter unter die Rubrik diskriminierender Begriffe zu fallen. Kinder könnten demnach künftig in der Amtsprache keinen Vater oder Mutter, sondern nur noch ein Neutrum als Ursprung, genannt "das Elter" haben. Das berichtet die Zeitung BLICK.
Statt Vater oder Mutter sollte man besser «der Elternteil» oder «das Elter» schreiben. «Der Leitfaden ist für amtliche Publikationen verbindlich», sagt Isabel Kamber, stellvertretende Leiterin Zentrale Sprachdienste, Sektion Deutsch, der Bundeskanzlei der Schweiz, wie die schweizerische Zeitung BLICK berichtet.
Damit folgen die politisch Verantwortlichen in Bern den Vorschlägen in der Beschlußvorlage 12267 im Ausschuß für Chancengleichheit von Frauen und Männern des Europarates, der gegen die Verwendung von Begriffen wie des Mutterbegriffs in den Nationen kämpfen soll, um Gender-Gleichheit herzustellen.
Eine derartige sprachliche Deformation würde auch den Erwerb der Elternschaft durch homosexuelle Paare erleichtern. Ein Kind, dessen soziale Eltern zwei lesbische Frauen sind, hätte dann eben nicht mehr eine Mutter und eine Stiefmutter, sondern zwei Elter: Elter 1 und Elter 2. Folgerichtig wäre es, auch die Großmutter, Großvater, usw. abzuschaffen. Großelter 1 und Großelter 2 müsste es dann heißen oder - noch besser - Großelter 1.1 und 1.2 sowie Großelter 2.1 und 2.2. Dies wäre auch eine digitalisierungsfreundliche Lösung, die sich überdies an Patchworkverhältnisse flexibel anpassen ließe.
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Die EU verheimlicht christliche Feiertage wie Ostern und Weihnachten…*
Die EU-Kommission hat 5 Millionen Euro für Schüler-Kalender ausgegeben, die kostenlos für die 9 – 11 Schulstufen angeboten werden. Während im Euro-Kalender alle Festlichkeiten von Muslimen, Hindus, Sikhs, Juden und Chinesen, sowie der Europa-Tag und andere wichtige EU-Jubiläen eingetragen sind, gibt es keinen Hinweis auf auch nur ein einziges christliches Fest. Weihnachten, Ostern und andere Feiertage wurden verschwiegen. Der Kalender erschien in einer Auflage von fast 3,3 Millionen Exemplaren, davon 500.000 in Deutschland.
*…und das ist erst der Anfang! |
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Ein Lama darf das!_____________
Man stelle sich mal vor, wir würden in Marburg einen prominenten Referenten zur öffentlichen Proklamation des christlichen Glaubens einladen. Wir würden das Stadion mit 5.000 Menschen füllen, pro Kopf 50 € Eintritt verlangen, Devotionalien und Merchandising jeder Art feilbieten. Der Starredner würde sich mit „Gottkönig“ anreden lassen und in einer Luxuslimousine vorfahren. Die Medien würden zu Recht Sturm laufen. Volker Beck würde den Bundestag mit Anfragen befassen und Roland Koch und der Marburger Oberbürgermeister würden gezwungen, sich von dieser Veranstaltung zu distanzieren. Die Uni Marburg würde öffentlich aufgefordert werden, keine Räume für dieses pseudo-wissenschaftliche Spektakel bereit zu stellen.
Kürzlich hat der Dalai Lama in der Commerzbank-Arena in Frankfurt gesprochen. Ein total kommerzialisierter Auftritt mit Eintrittspreisen bis zu 200 €. Keine Anfrage der Medien zur Rolle der Frau im Buddhismus, keine Anfrage zur Rolle von Schwulen und Lesben. Der Dalai Lama hält Homosexualität für ein Fehlverhalten, das ein falsches Karma nach sich ziehen würde. Im Januar 2001 antwortete der Dalai Lama in einem Interview mit der französischen Zeitung "Dimanche" auf die Frage, was er über Homosexualität denke: "It's part of what we Buddhists call <bad sexual conduct>. Sexual organs were created for reproduction between the male element and the female element -- and everything that deviates from that is not acceptable from a Buddhist point of view."
Am Montag dieser Woche hat die Marburger Philipps-Universität dem „Gottkönig“ die Ehrendoktor-würde verliehen. Demos gegen Vermischung von Religion und Wissenschaft, Sitzblockade an der Auffahrt zum Schloss? Fehlanzeige. Schmierereien an Häusern von Lama-Sympathisanten? Gott sei Dank nein! Rückfragen zur wissenschaftlichen Begründung der Ehrendoktorwürde sind kaum laut geworden. Das sonst schnell aufgebrachte, wissenschaftlich aufgeklärte und politisch korrekte Marburg bleibt verdächtig stumm. Keiner will die religiösen Gefühle des Gastes und seiner Jüngerinnen und Jünger verletzten. Gut so! Aber die religiösen Gefühle der Christen in Marburg durften im Zusammenhang mit dem evangelikalen APS-Kongress mit Füßen getreten werden. Kongressreferenten und Teilnehmer wurden massiv unter Druck gesetzt. Der liebenswürdige Mann mit dem nackten Arm hingegen wird gefeiert. Er lächelt.
Ich kritisiere nicht Herrn Lama, auch nicht seine Religion! Seine Verdienste für Tibet und den Frieden sind unbestritten! Ich frage nur, warum die Parteien und Gruppierungen vom Aktionsbündnis gegen den APS-Kongress jetzt alle das Maul halten? Zur Frage, warum der APS-Kongress so scharf angegriffen wurde, schreibt Hansjörg Hemminger (Weltanschauungsbeauftragter der Ev. Kirche in Württemberg) in der neuen Ausgabe des "EZW-Materialdienstes" 8/2009, S. 283f.: "Die linken Flügel der Grünen und der SPD sowie die Linkspartei sind seit einiger Zeit dabei, die evangelikale Bewegung zum Feindbild aufzubauen. Dahinter steckt ein simples Machtkalkül: Der Kampf gegen die Religion, der vor 2001 in der alten Bundesrepublik kaum von politischer Bedeutung war, ist inzwischen Anliegen eines Klientels, um das Grüne und SPD mit der Linkspartei konkurrieren."
Ein bemerkenswertes Zeitzeichen! Bleiben wir wachsam!
Jürgen Mette, Marburg |
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Käßmann: Tolle Mutter und toll im Beruf – das schafft keine
(2011) Die frühere EKD-Ratsvorsitzende, Margot Käßmann (Berlin), hat eingestanden, dass für sie die Doppelrolle als Mutter und Karrierefrau sehr belastend war. In einem Interview mit der in Hamburg erscheinenden Frauenzeitschrift „emotion“ sagte die Theologin, die vier erwachsene Töchter hat: „Ich bin nicht immer eine gute Mutter gewesen. Wir wollen alle ganz tolle Mütter sein und ganz toll im Beruf. Das schafft keine!“ Käßmann – von 1994 bis 1999 Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags und anschließend bis Februar 2010 hannoversche Landesbischöfin – gesteht: „Wie oft habe ich bei der Arbeit geflunkert (biblisch heisst das, glaub ich, "gelogen") und gesagt, ich hätte noch eine Sitzung – dabei musste ich zu den Kindern. Warum sagen wir nicht wie es ist? Wir müssen zu den eigenen Mängeln stehen und als Gesellschaft mängelfreudiger werden.“ Käßmann wollte nach eigenen Worten immer Familie und Karriere verbinden: „Aber es hat mich enorm viel Kraft gekostet.“ Im Rückblick könne sie sagen: „Das war mein Weg. Aber er war anstrengend. Vielleicht würden einige meiner Töchter sagen: So wie du, das will ich nicht.“ Wichtig sei, den eigenen Töchtern nicht vorzumachen, „dass alles mit Leichtigkeit geht. Denn das stimmt nicht“.
Ohh, da bin ich doch überrascht! Ich hätte Frau Käßmann mehr Selbstbewusstsein zugetraut, auch an der Arbeit zu ihren Kindern zu stehen…
Margot Käßmann trinkt, innerhalb der Fastenzeit, zu viel Alkohol, wird von dem Begleiter, der mit ihr im Auto saß, nicht daran gehindert Auto zu fahrenüberfährt eine rote Ampelund belügt den Polizisten der sie nach ihrer Alkoholeinnahme kontrolliert. Jeder versagt, natürlich auch eine Bischöfin, und selbst wenn ein Versagen mit anderem Versagen gekoppelt ist (zuviel Alkohol, rote Ampel, Lüge), ist Gnade angesagt. Margot Käßmann wird von den meisten milde bewertet, mit viel Verständnis für ihr Versagen und mit viel Bedauern um ihren Rücktritt. Was wäre aber, wenn jemand durch den Fahrstil von Käßmann verletzt oder getötet worden wäre? Sähe diese Bewertung dann genau so milde aus?Gebet ist angesagt für Käßmann, für uns andere Versager und für die Unfall-Opfer von unverantwortlichen Menschen
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„Hinduismus und Buddhismus nicht so friedfertig wie angenommen“
Religionswissenschaftler über vermeintlich tolerante Religionen
Hinduismus und Buddhismus sind nach den Worten des Münsteraner Religionswissenschaftlers Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel nicht so tolerant und friedfertig wie oft angenommen. „Religiöse Gewalt ist nicht auf Juden, Muslime und Christen beschränkt“, sagte der Experte am Dienstagabend in der Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Zwischen Buddhisten und Hindus gebe es viele Spannungen, die sie nur in einem offenen und selbstkritischen Dialog überwinden könnten. „Den wird es aber nicht geben, solange sie sich in der Illusion wiegen, eigentlich kein Problem miteinander zu haben“, so Schmidt-Leukel.
Religionsfragen spielten laut dem Experten etwa im Bürgerkrieg zwischen hinduistischen Tamilen und buddhistischen Singhalesen in Sri Lanka durchaus eine wichtige Rolle. Die Verfassung des Inselstaates gebe dem Buddhismus eine Vorrangstellung. „Dieser Anspruch ist tief in der buddhistischen Tradition Sri Lankas verwurzelt, der zufolge es in Sri Lanka – zum Schutz des Buddhismus – nur buddhistische Regierungen geben darf.“ Mit diesem Argument werde auf buddhistischer Seite auch heute noch der Krieg gegen die mehrheitlich hinduistischen Tamilen gerechtfertigt.
Auch in anderen südasiatischen Ländern lebten Buddhisten und Hindus keineswegs immer gleichberechtigt und friedlich zusammen. So habe beispielsweise die Verfassung in Nepal bis 2006 einseitig den Hinduismus als Staatsreligion begünstigt. Und in Indien, dem Ursprungsland beider Religionen, sei der Buddhismus völlig untergegangen. Erst seit den 50er-Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts gebe es dort wieder eine kleine, streng anti-hinduistisch orientierte buddhistische Minderheit, die sogenannten „Ambedkar-Buddhisten“. „Der Untergang des Buddhismus in Indien hängt auch mit den jahrhundertelangen Konflikten zwischen Hinduismus und Buddhismus zusammen, die sich zeitweise in blutigen Verfolgungen niederschlugen.“
Im Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster forschen rund 200 WissenschaftlerInnen aus 20 geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen und elf Ländern. Sie untersuchen das komplexe Verhältnis zwischen Religion und Politik von der Antike bis zur Gegenwart und von Lateinamerika über Europa bis in die asiatische und arabische Welt.
(Aus einer Pressemeldung der Universität Münster)
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1980, genau vor 31 Jahren (!!!!), hatten wir (Arno & Andreas) ein Lied auf unserer CD "Die Platte" mit dem Titel "Ich ess so gerne Thunfisch"
"1. O ich ess’ so gerne Thunfisch, aber neulich sagt jemand, da sei Silber drin aus Japans Elektronik-Industrie. Hmmm, wie gerne ess’ ich Thunfisch, doch die Heimat dieses Tieres sind atomverseuchte Meere und die Strahlung bringt den Tod.
Ja, ich esse Thunfisch gerne, doch es gibt nicht mehr sehr viele, denn zu lange hat man technisch überlegen ihn gejagt. Ist der Mensch nicht klug und weise!? Statt Gesetze zu beachten, hat er nur sich selbst zum Maßstab und der Raubbau schreitet fort.
2. Sind Probleme uns’rer Umwelt nicht ein Zeichen für das Chaos, das entsteht, wenn Egoismus unsern Lebensstil bestimmt?! Haben Mensch und Kreatur ein so gebrochenes Verhältnis, dass die Ehrfurcht vor dem Leben als naiv verachtet wird?!
Unverantwortliches Leben, Maßstabslosigkeit und Habgier sind doch letztlich nur die Folge unsres großen Bruchs mit Gott. Wer den Schöpfer stolz missachtet, der veruntreut bald die Schöpfung und die Folge ist Verzicht, an dem wir selber schuldig sind.
Also ess’ ich keinen Thunfisch, bin um eine Freude ärmer, bin als menschliches Geschöpf ohne den Schöpfer bald erschöpft.“
Mit der Katastrophe von Fukushima bekommen wir gerade eine Lehre über die Grenzen des Machbaren: Unser Fortschrittsglaube, dass wir Menschen mit Technik die Unberechenbarkeit der Natur ausschalten könnten, ja, daß wir den Schöpfer übertölpeln könnten. Der Glaube an den Götzen Technik und der Größenwahn des Menschen ist ins Wanken geraten. Welchen Glauben an welchen Gott vertrauen wir nun...? Wir dürfen und können nicht gegen, nur mit der Schöpfung und dem Schöpfer leben. |
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Das Römische Reich musste abtreten, das Dritte Reich, der Bauern- und Arbeiterstaat der DDR und viele andere. Wer sagt eigentlich, dass der Kapitalismus eines Tages nicht abtreten muss!!?? Die Bibel auf jeden Fall nicht. Jeremia 17,11 ”Wie ein Vogel, der sich über Eier setzt, die er nicht gelegt hat, so ist, wer unrecht Gut sammelt; denn er muss davon, wenn er's am wenigsten denkt, und muss zuletzt noch Spott dazu haben.”
Sprüche 23, 5-7 Wenn du mit einem mächtigen Herrn am Tisch sitzt, dann bedenke, wen du vor dir hast! Beherrsche dich, selbst wenn du hungrig bist! Wünsche dir nichts von seinen Leckerbissen, denn es ist trügerisches Brot, täusche dich nicht selbst. Versuche nicht, mit aller Gewalt reich zu werden, spare deine Klugheit. Schneller, als ein Adler fliegen kann, ist dein Geld plötzlich weg - wie gewonnen, so zerronnen!
2. Mose 22, 24 Wenn ihr einem Armen aus meinem Volk Geld leiht, sollt ihr euch nicht daran bereichern. Verlangt keine Zinsen von ihm!
Psalm 15, 1-5 Ein Lied Davids. Herr, wer darf dein heiliges Zelt betreten? Wer darf dich auf dem Berg Zion anbeten? Jeder, der aufrichtig lebt und andere gerecht behandelt, der durch und durch ehrlich ist und andere nicht verleumdet. Jeder, der seinen Mitmenschen kein Unrecht zufügt, der Nachbarn und Verwandte nicht bloßstellt. Jeder, der keine Freundschaft pflegt mit denen, die Gott verworfen hat, der alle achtet, die den Herrn ernst nehmen. Jeder, der hält, was er geschworen hat, auch wenn ihm daraus Nachteile entstehen. Jeder, der keine Wucherzinsen nimmt, wenn er Geld ausleiht, der sich nicht bestechen lässt, gegen Unschuldige falsch auszusagen. Wer so handelt, den wird nichts mehr zu Fall bringen!
Sprüche 17, 16 Was nützt das Geld in der Hand des Narren; soll er Weisheit kaufen in seinem Unverstand
Prediger 5, 9-14 Wer geldgierig ist, bekommt nie genug, und wer den Luxus liebt, hat immer zu wenig - auch das ist völlig sinnlos! Je reicher einer wird, umso mehr Leute scharen sich um ihn, die auf seine Kosten leben wollen - und er kann nur dabei zusehen. Was also hat der Reiche von seinem Besitz? Der Fleißige kann gut schlafen - egal, ob er viel oder wenig zu essen hat. Dem Reichen aber raubt sein voller Bauch den Schlaf. Etwas Schlimmes habe ich auf dieser Welt beobachtet: wenn einer seinen Besitz sorgsam hütet und ihn dann doch verliert. Nur ein misslungenes Geschäft - und schon ist sein ganzes Vermögen dahin, auch seinen Kindern kann er nichts hinterlassen. So wie er auf diese Welt gekommen ist, muss er sie wieder verlassen - nackt und besitzlos! Nicht eine Hand voll kann er mitnehmen von dem, wofür er sich hier abmühte. (Warum hat Herr Zumwinkel nie die Bibel gelesen!?)
Hesekiel 22, 25 Eure führenden Männer sind wie brüllende, blutgierige Löwen. Sie fallen über die Menschen her, reißen Geld und Gut an sich und machen viele Frauen im Land zu Witwen
BETE JETZT, KAUFE SPÄTER |
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Sind Preußlers "Kleine Hexe" und "Krabat" vom Teufel?
Zigtausende von Kindern mussten oder müssen sich immer noch in Schule und Kindergarten damit befassen: Michael Endes Bücher "Momo" und "Die unendliche Geschichte" oder Ottfried Preußlers Bücher "Die kleine Hexe" oder "Das kleine Gespenst". Jetzt wurde Preußlers finsterer Roman "Krabat" über schwarze und weiße Magie verfilmt und läuft in den Kinos. Wenn christliche Eltern dagegen protestieren, weil sie nicht möchten, dass sich ihre Kinder mit diesen Werken beschäftigen, werden sie von Schule und Gesellschaft belächelt, gar verspottet. Viele Spötter können sich nicht vorstellen, dass tatsächlich Okkultes hinter solchen Romanen stecken kann. Doch das sehen gerade die Schriftsteller völlig anders!
So gab der mittlerweile verstorbene Schriftsteller Michael Ende 1986 in einem Interview mit Ulrich Skambraks zu, dass er seine beiden Bestseller mithilfe eines Geistes geschrieben habe. Außerdem legte er dar, mit dem Okkulten sehr vertraut zu sein. Nun hat auch der 85-jährige Ottfried Preußler diesen okkulten Hintergrund eingestanden. In einem aktuellen Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin FOCUS (29.09.08) sagte Preußler auf die Frage "In Ihrer Familie hat Magie immer eine große Rolle gespielt.": "Ja, eine meiner Großmütter hatte das sogenannte Zweite Gesicht, und unter meinen Vorfahren in Böhmen hat es zwei Zauberer gegeben. Ich bin ja fest davon überzeugt, dass es eine schwarze Magie gibt, mit der man Menschen schadet, und auf der anderen Seite die weiße Magie. Das ist ein uralter Begriff, der schon in der Kabbala auftaucht. Auch für die weiße Magie muss man ein Bündnis mit dem Teufel eingehen, anders geht es nun mal nicht. Aber man bewirkt Gutes, das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Und ich glaube (lacht verschmitzt), ein bisschen Weißmagier bin ich schon. Das sage ich übrigens ohneKoketterie." Nimmt man das ernst, was Preußler sagte, so ist er ein Bündnis mit dem Teufel eingegangen. Dass man mit diesem irgendetwas Gutes bewirken kann, ist aus christlicher Sicht völlig absurd. Eine Warnung vor Preußlers Büchern ist deshalb nicht "albern", sondern zeugt von Kenntnis der Materie und Verantwortung gegenüber schutzlosenKinderseelen. Was ist Magie eigentlich? Magie ist der (Aber-)Glaube, sich durch bestimmte Formeln, geheimnisvolle Handlungen und Rituale übernatürliche Mächte und Kräfte dienstbar machen und mit ihnen irdische Ereignisse beeinflussen zu können. Im Unterschied zur schwarzen Magie (schädigender Einfluss, Schadenszauber, Verfluchung), in der der leibhaftige Teufel beschworen wird, behauptet man in der sogenannten weißen Magie, "gute Geister" oder gar "Gott" anzurufen und Gutes zu tun (Heilung, Erfolg, Glück in der Liebe etc.). In Wahrheit wird aber bei der "weißen Magie" Gott nicht wirklich als personales Gegenüber ernst genommen und geehrt, sondern das, was man für "Gott" hält, wird zur Befriedigung der eigenen Macht- und Wissensgelüste missbraucht. Während der Christ betet "Vater unser ... Dein Wille geschehe!", spricht der Magier "Mein Wille geschehe" - und die dazu angerufene Macht (selbst wenn er sie "Gott" nennt) muss ihm dienstbar sein. Dieser Pseudogott der Magier und Zauberer, der Spiritisten und Schamanen und vieler anderer ist eine unpersönliche Kraft oder Energie, die - je nach religiösem und weltanschaulichem System - auch als Lebenskraft, Od, Prana, Chi, Kundalini, Shakti, Orgon, Bioenergie, Gaia, Allgeist, Akasha und ähnliches bezeichnet wird. Die Namen wechseln, die Erscheinung bleibt die gleiche. Diese Kraft fließt nach biblisch-theologischer Sicht aus der Welt des satanischen "Lichtengels" (2. Korinther 11,14), um Menschen durch falsche Zeichen und Wunder zu blenden und von der wahren Quelle des Lebens - dem lebendigen Gott der Bibel - fernzuhalten. Nur durch Übereignung des Lebens an Jesus Christus kann Befreiung aus dem Reich der Finsternis erfolgen. |
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Schweine Pandemie der Profitg(e)ier Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Menschen an der Malaria, die ganz einfach durch ein Moskitonetz geschützt werden könnten. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert. Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Mädchen und Jungen an Durchfallerkrankungen, die mit einer isotonischen Salzlösung im Wert von ca. 25 Cent behandelt werden könnten. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert. Die Masern, Lungenentzündungen und andere, mit relativ preiswerten Impfstoffen heilbare Krankheiten rufen jedes Jahr bei fast 10 Mio. Menschen den Tod hervor. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert. Aber als vor einigen Jahren die famose "Vogelgrippe" ausbrach, überfluteten uns die globalen Informationssysteme mit Nachrichten. Mengen an Tinte wurden verbraucht und beängstigende Alarmsignale ausgegeben. ine Epidemie, die gefährlichste von allen! Eine Pandemie! Die Rede von der schrecklichen Krankheit der Hühner ging um den Globus. Und trotz alledem, die Vogelgrippe hatte weltweit "nur" 250 Menschen zu beklagen. 250 Menschen in zehn Jahren, das ist ein Mittel von 25 Menschen pro Jahr. Die normale Grippe tötet jährlich weltweit ca. 500.000 Menschen. Eine halbe Million gegen 25 . Einen Moment mal. Warum wird ein solcher Rummel um die Vogelgrippe veranstaltet? Etwa weil es hinter diesen Hühnern einen "Hahn" gibt, einen Hahn mit gefährlichen Sporen. Der transnationale Pharmariese Roche hat von seinem famosen Tamiflu zig Millionen Dosen alleine in den asiatischen Ländern verkauft. Obgleich Tamiflu von zweifelhafter Wirksamkeit ist, hat die britische Regierung 14 Mio. Dosen zur Vorsorge für die Bevölkerung gekauft. Die Vogelgrippe hat Roche und Relenza, den beiden Herstellern der antiviralen Produkte milliardenschwere Gewinne eingespült. Zuerst mit den Hühnern, jetzt mit den Schweinen. Ja, jetzt beginnt die Hysterie um die Schweinegrippe. Und alle Nachrichtensender der Erde reden nur noch davon. Jetzt redet niemand mehr von der ökonomischen Krise, den sich wie Geschwüre ausbreitenden Kriegen oder den Gefolterten von Guantanamo. Und ich frage mich, wenn es hinter den Hühnern einen großen Hahn gab, ibt es hinter den Schweinen ein "großes Schwein"? Was sagt ein Verantwortlicher der Roche dazu: "Wir sind sehr besorgt um diese Epidemie, soviel Leid, darum, werden wir das wundervolle Tamiflu zum Verkauf anbieten." Und zu welchem Preis verkaufen sie das wunderbare Tamiflu? OK, wir haben es gesehen. 50 US $ das Päckchen. 50 US $ für dieses Schächtelchen Tabletten? Verstehen Sie doch, die Wunder werden teuer bezahlt. Das was ich verstehe ist, dass diese multinationalen Konzerne einen guten Gewinn mit dem Leid der Menschen machen . Die nordamerikanische Firma Gilead Sciences hält das Patent für Tamiflu. Der größte Aktionär dieser Firma ist niemand weniger als die verhängnisvolle Person, Donald Rumsfeld, der frühere Verteidigungsminister der US-Administration George W. Bushs, der Urheber des Irak-Krieges. Die Aktionäre von Roche und Relenza reiben sich die Hände, sie sind glücklich über die neuen Millionen-Gewinne mit dem zweifelhaften Tamiflu. Die wirkliche Pandemie ist die Gier, die enormen Gewinne dieser "Gesundheitssöldner". Wir sind nicht gegen die zu treffenden Vorbeugemaßnahmen der einzelnen Staaten. Aber wenn die Schweinegrippe eine so schreckliche Pandemie ist, wie sie von den Medien angekündigt wurde, wenn die Weltgesundheitsorganisation so besorgt ist, um diese Krankheit, warum wird sie dann nicht zum Weltgesundheitsproblem erklärt und die Herstellung von Generika erlaubt, um sie zu bekämpfen? Das Aufheben der Patente von Roche und Relenza und die kostenlose Verteilung von Generika in allen Ländern, die sie benötigen, besonders in den ärmeren, wäre die beste Lösung. Übermitteln Sie diese Nachricht nach allen Seiten, so wie es mit Impfstoffen gemacht wird, damit alle diese Seite der Realität dieser "Pandemie" erkennen. (Artikel aus der mexikanischen Tageszeitung "La Jorn") |
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Eine Stellungnahme für das Institut für Ethik und Werte, Gießen Prof. Dr. phil. Dr. theol. Thomas Schirrmacher
* Die Originalstellungnahme findet sich hier oder zum Download hier. * Die deutsche Übersetzung der Manhattan Erklärung des Instituts für Ethik und Werte findet sie hier oder zum Download hier.
Der sogenannte Kulturkampf war eine Auseinandersetzung zwischen der römisch-katholischen Kirche unter Papst Pius IX. und dem Königreich Preußen beziehungsweise dem kaiserlichen Deutschen Reich unter Reichskanzler Otto von Bismarck zwischen 1871 und 1887. Mit Hilfe des Gesetzes sollte der öffentliche Einfluss der Kirche zurückgedrängt werden. Gemeint war die katholische Kirche, die Gesetzgebung traf jedoch alle Kirchen, ja trifft teilweise alle Religionen in Deutschland bis heute, insofern damalige Bestimmungen heute noch greifen.
Am Anfang stand 1871 der berühmte „Kanzelparagraph“, der Pfarrer für politische oder vermeintlich politische Aussagen haftbar machte. Es folgte 1875 die Zivilehe – eine Eheschließung vor religiösen Würdenträgern war fortan streng verboten (außer als Nachfeier). 1875 folgte das „Brotkorbgesetz“, durch das man den Kirchen systematisch indirekte finanzielle Unterstützungen entzog. Schließlich wurden alle kirchlichen Schulen einer rigorosen staatlichen Schulaufsicht unterstellt. Auch in vielen anderen Fragen sollten die Kirchen gezwungen werden, nach den Spielregeln des Staates zu spielen.
Viele der Bestimmungen galten lange oder gelten heute noch. Der Kanzelparagraph wurde erst 1953 aufgehoben. Erst seit 2009 muss einer kirchlichen Ehe keine standesamtliche mehr vorangehen. Dass die religiöse Trauung rechtlich im Gegensatz zu fast allen anderen westlichen Ländern in Deutschland nicht existiert, hat sich bis heute aber nicht geändert.
Bischöfe wanderten ins Gefängnis, der Staat beobachte erstaunt, wie eine schlafende Masse von unpolitischen Christen plötzlich aus Solidarität den Aufstand probte. Nachdem viel unnötiges Porzellan zerschlagen war, gab der Staat schließlich auf. Er hielt sowieso nur bis 1918.
Den christlichen Kirchen wurde im Kulturkampf zwar schwer geschadet. Zugleich aber erlebten sie über weite Strecken auch eine Neubelebung – und am Ende gab der Staat klein bei. Man traf dabei wesentlich stärker die Kirchen, die man gar nicht meinte, vor allem die evangelischen, während das eigentliche Ziel, die internationale Verflechtung der Kirchen zu brechen, völlig scheiterte. Das Klima wurde auf Jahrzehnte vergiftet. Loyale Staatsbürger wurden gezwungen, sich zwischen ihrem Glauben und dem Staat zu entscheiden, ohne dass irgendjemand davon wirklich einen Nutzen hatte.
Ähnliche Kulturkämpfe hat es immer wieder gegeben. Der Nationalsozialismus hatte nichts gegen Kirchen, wenn sie sich stromlinienförmig der Partei anpassten und Soldaten zu guten Soldaten machten. Die DDR wollte sozialistische und kontrollierbare Kirchen. Praktisch alle westlichen Länder haben von Zeit zu Zeit ähnliche Phasen durchgemacht. In den USA findet der Kulturkampf schleichend seit fast 30 Jahren statt, was schließlich zur Manhattan-Erklärung geführt hat.
Natürlich gibt es Unterschiede zwischen damals und heute. Die politische Macht der katholischen Kirche war damals wesentlich größer. Zudem leben wir heute im Westen in bewährten Demokratien.
Um so erstaunlicher ist es, wie viele Kräfte es heute gibt, die in den friedlichen westlichen Gesellschaften gegenüber den friedlichen Kirchen von heute eine Neuauflage „Kulturkampf 2.0“ anstreben und organisieren. Großbritannien ist darin ein Vorreiter. Dort zahlen bereits Bischöfe der Kirche von England – ironischerweise dort immer noch zumindest offiziell die Staatsreligion – horrende Strafen für Predigten zum Thema Sexualität und müssen zwangsweise Antidiskriminierungsseminare besuchen. Alle katholischen Adoptionsstellen wurden geschlossen, weil man gezwungen wurde, auch an gleichgeschlechtliche Paare Kinder zu vermitteln, und immer öfter werden Christen aus dem Staatsdienst entlassen, etwa weil sie ein Kreuz tragen.
Abtreibung, Bioethik, Sexualität, Ehe, Familie, Gender Mainstream – die Liste der Themen wird immer länger, bei denen man die Kirchen zwingen will, so zu denken und handeln, wie die „veröffentlichte“ Meinung (denn die „öffentliche“ Meinung der Bevölkerungsmehrheit hat man dabei nicht immer auf seiner Seite und interessiert sich nicht unbedingt dafür).
Christen sollen nichts mehr für falsch halten dürfen, was andere tun. Sie sollen ihre Ethik ad acta legen, nicht etwa zugunsten keiner Ethik oder einer freien Ethik nach Gutdünken, sondern zugunsten der Ethik derer, die den Kulturkampf führen. Die Kirchen sollen entweder in ihrer Mitte die Ethik anderer praktizieren, oder andernfalls völlig aus dem öffentlichen Leben verdrängt werden.
Deutlich wird das etwa bei der religiösen Kindererziehung. Die Stadt Berlin macht vor, dass es nicht darum geht, den Religionsunterricht abzuschaffen, sondern alle Kinder zwangsweise in den staatlichen Weltanschauungsunterricht namens ‚Ethik’ zu schicken. Im schulischen Leben spielt das vom Grundgesetz und den internationalen Menschenrechtserklärungen garantierte Recht der Eltern, ihre Kinder im Sinne ihrer Religion erziehen zu dürfen, längst keine Rolle mehr. Und der Trend, dass auch Christen wie jedermann gefälligst ihre Kinder in staatlichen oder staatlich finanzierten Krippen abzugeben haben und schnell jeder, der seine Kinder zu Hause betreut, der Asozialität verdächtigt wird, ist ungebrochen.
Sicher, Geschichte wiederholt sich nicht, aber dennoch kann man seine Lehren aus ihr ziehen. Die Parallelen sind verblüffend: Das Mittel der Christenverfolgung und der Religionsbedrückung war damals wie heute in der westlichen Welt das Recht und die Gesetzgebung. Mit immer neuen Stellschrauben des Gesetzes wollte und will der Staat Christen zu etwas zwingen, ohne zu offener Gewalt greifen zu müssen. Gewalt war es allemal, aber weil es staatliche Gewalt war, schien sie legitimiert.
Die Auseinandersetzung ist in Deutschland, in Europa, ja in der ganzen westlichen Welt so überflüssig wie ein Kropf. Es sind nicht die Kirchen in Deutschland oder Europa, die an sozialem Unfrieden schuld sind oder von denen Diskriminierung und Gewalt gegen andere ausgehen.
Die Europäische Union hat gewaltige Aufgaben vor sich. Doch statt Arbeitslosigkeit und Rassismus zu bekämpfen, grast sie die Gesetzgebung ab, wo Kirchen als Religionsgemeinschaft vermeintliche Sonderrechte haben. Religionsfreiheit, nein danke? Kirchliches Selbstbestimmungsrecht nach § 140 des deutschen Grundgesetzes, aber wieso denn? Jede Kirche soll gefälligst wie jede Firma dem unmittelbaren Zugriff des Staates unterliegen. Gewissensnöte Gläubiger? Die werden schon einknicken, wenn der Druck nur stark genug ist.
Die EU, genauer bestimmte politische Kräfte in der EU, wollen die christlichen Kirchen in die Knie zwingen. Nicht etwa den in einigen Teilen mit klarem politischen Machtanspruch auftretenden Islam, nicht die islamistische Minderheit, die unverhohlen Gewalt einsetzt, denen man vielmehr erstaunlich sanftmütig entgegentritt und deren Kritiker man mit millionenschweren Aktionen gegen Islamophobie das Leben schwer macht. Nein, den christlichen Kirchen, die in den Ländern der EU ganz wesentlich den Staat mittragen, die Demokratie stützen, die Zivilgesellschaften bereichern. Den Kirchen, die den Gedanken eines friedlichen Europas und seine Begründer mit hervorgebracht haben – man denke nur an europäischen Urvater Robert Schumann.
Es spielt überhaupt keine Rolle, um welche Themen es im Einzelnen geht. Manch ein Christ, manch eine Kirche, wird sich bei manchem Thema lieber wegducken wollen. Manches Thema wird ihnen lästig sein, bei manchen Themen verstehen sie nicht, warum es anderen Christen so wichtig ist. Aber sie alle werden der Grundsatzfrage auf Dauer nicht aus dem Weg gehen können. Die eine oder andere Kirche, der eine oder andere Theologe mögen länger in der Öffentlichkeit als nicht so eng gelten – am Ende wird es alle treffen.
Ich schreibe das ganz unaufgeregt und undramatisch. Die christlichen Kirchen haben die Feindschaft und den Untergang Roms überlebt, wie den Nationalsozialismus, den Stalinismus und den Maoismus und viele weniger brutale Herausforderungen. Die meisten Christen dieser Welt wünschten sich, sie hätten die Freiheiten, die Christen im Westen haben. Die Welt verändert sich ständig, und damit kommen auch für die Kirchen immer neue unvermutete Herausforderungen. Und der Ausbreitung der Botschaft vom Frieden mit Gott durch Jesus Christus weltweit hat aufs ganze gesehen der Druck von außen nicht geschadet – im Gegenteil, die Kirchen wachsen derzeit unter Druck weltweit am stärksten.
Das ändert aber nichts daran, dass die neue Kraftprobe real ist. Gesellschaftliche Kräfte im Westen missbrauchen den Staat, um die Kirchen in die Knie zu zwingen und ethisch stromlinienförmig an ihre Weltanschauung anzupassen. Der Staat wird zur Beute der Weltanschauung der einen, die dann ihre vermeintlichen Gegner unterdrücken.
Das wird dem Staat viele Triumphe bescheren, zumal die Kirchen völlig friedlich reagieren. Der Gesellschaft aber wird es schwer schaden, gute Bürger in unnötige Zwangslagen bringen, die Demokratie aus dem Takt bringen, da Menschen mundtot gemacht werden sollen. Am Ende wird es aber den christlichen Glauben nur gestärkt haben, die Zustimmung zu ‚denen da oben’ aber abnehmen lassen.
Und auch die Familie, die dabei allzu oft im selben Zusammenhang für tot erklärt und als unmodern hingestellt wird, wird beweisen, dass sie nicht zufällig als Institution seit Jahrtausenden existiert – und nicht zufällig damit viel länger, als die Staaten, in denen wir leben.
Der Staat erzwingt zunehmend den Widerstand von Christen gegen einen Staat, den sie eigentlich befürworten, ja oft lieben. Doch wenn sie denn völlig unnötig vor die Wahl gestellt werden, werden sie zunehmend und immer geschlossener mit Petrus und Johannes sagen: „Man muss Gott mehr gehorchen, als den Menschen.“ Man muss und will als Christ Menschen oft gehorchen. Der Staat ist für ein friedliches Zusammenleben gottgewollt. Aber man muss Gott mehr gehorchen, wenn der Staat einen vor die Wahl stellt. Petrus und Johannes sollten durch Gefängnishaft daran gehindert werden, öffentlich über Jesus zu sprechen. Die Machthaber, die das beschlossen, sind schon lange vergessen. Die Botschaft von Jesus wird dagegen so oft verkündigt, wie noch nie zuvor, oft unter dem erfreulichen Schutz der Religionsfreiheit, noch öfter trotz staatlichem Verbots oder gesellschaftlicher Bedrohung.
Das ganze kann böse enden. Damit meine ich nicht, dass zu befürchten steht, dass Christen gewalttätig werden. Die Kirchen haben viel Übung im gewaltlosen Widerstand – gegen Kindesaussetzung zur Zeit der Römer, gegen Sklaverei im 18. Jahrhundert, gegen Apartheid in Südafrika, gegen die Auflösung der Familie und die Unterdrückung religiöser Kindererziehung in der Sowjetunion. Aber es wird ein Klima geschaffen, in dem zum einen gegen Christen zunehmend medial und justizial gehetzt wird und in dem starke Kräfte von den wirklichen Problemen unserer Gesellschaften abgezogen werden. Der Staat Bismarcks überlebte bis 1918. Die Überlebenschancen unserer Staaten und Demokratien ist mit den Kirchen sicher viel größer als gegen die Kirchen.
Mein Appell geht an die Politiker: Beteiligt euch nicht an dem aufkommenden Kulturkampf 2.0! Wendet euch den wirklichen Problemen zu!
Mein Appell geht an die Richter: Bremst den ausufernden Kulturkampf 2.0 im Rahmen eurer rechtlichen Möglichkeiten durch Augenmaß und friedliche Lösungen.
Mein Appell geht an die Medien: Beteiligt euch nicht an Hetze, die sozialen Unfrieden heraufbeschwört, sondern berichtet versöhnlich, demokratisch und fair über religiöse Fragen und über Minderheiten aller Art. Und lasst die Betroffenen selbst zu Wort kommen, statt sie zu ächten.
Mein Appell geht an die Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften: Setzt euch nüchtern mit den kommenden Entwicklungen auseinander und erhebt eure Stimme. Lasst euch nicht auseinander dividieren, weil ihr in der einen oder anderen ethischen Fragen unterschiedliche Akzente setzt, sondern seht das Gesamtbild. Wer heute schweigt, wird morgen selbst Zielscheibe sein. Mit den Worten von Ulrich Parzany sage ich: „Steht auf, wenn ihr Christen seid!“
Mein Appell an alle ist: Einer friedlichen und demokratischen Gesellschaft zuliebe bitten wir euch, den aufkommenden Kulturkampf 2.0 zu beenden und nicht ständig an rechtlichen Stellschrauben zu drehen, die den Spielraum der Kirchen einengen sollen.
Das westliche Christentum hat sich sowieso in weiten Teilen der westlichen Kultur bis kurz vor die Selbstaufgabe angepasst. Jetzt ist ein Punkt erreicht, wo dies nicht weiter möglich ist, ohne den christlichen Glauben selbst aufzugeben. Wer es trotzdem erzwingen will, tut der Christenheit vielleicht sogar einen Dienst, weil sie sich ganz neu fragen muss, was ihr Glaube an Gott eigentlich im Alltag bedeutet und wie viel er ihnen eigentlich wert ist.
Wie endet die Manhattanerklärung so treffend: „Wir werden ganz und ohne Widerwille dem Kaiser geben, was des Kaisers ist. Doch unter keinen Umständen werden wir dem Kaiser geben, was Gottes ist.“
Das ist keine Drohung – das steht uns Christen nicht an. Es ist einfach eine Feststellung. Und dass wir sie ernst meinen, haben wir in der Geschichte zu Genüge bewiesen. |
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Magie im Hörsaal
Namhafte deutsche Esoteriker lehren ab kommendem Wintersemster an der Europauniversität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Im Masterstudiengang komplementäre Medizin ist man der Ansicht, dass es unter Ärzten und Apothekern einen großen Bedarf nach Fortbildung bei alternativen Heilungsmethoden gebe. Erich Körbler befasste sich bei der Österreichischen Post mit Schaltkreisen. Dann übertrug der Elektrotechniker, der nebenher Wünschelruten entwickelte, das Konzept von Schaltkreisen, Widerständen und Leitungen auf den menschlichen Körper. Er entwickelte verschiedene Zeichen - Kreise, Kreuze, Striche, Kurven - und behauptete, dass diese in der Lage seien, Krankheiten zu heilen. Zeichne man seine Körbler'schen Zeichen an zuvor von ihm festgelegte Stellen auf den Körper, bringe dies den Energiefluss wieder ins Lot. So in etwa lässt sich das krude Heilkonzept zusammenfassen, das der 1994 verstorbene Körbler unter dem Begriff 'Neue Homöopathie' zu vermarkten versuchte.
Die Idee erregte zu Anfang nicht einmal in der Esoterik-Szene große Aufmerksamkeit. Doch in den vergangenen Jahren erfuhr die Körpermalerei mit medizinischem Anstrich einen Aufschwung. Bücher mit Titeln wie 'Heilen mit Zeichen' oder 'Medizin zum Aufmalen' erzielen respektable Verkaufszahlen. Und nun erhält die Aufwertung dieser mindestens absurden Idee einen offiziellen Schub: Die Neue Homöopathie nach Körbler ist Lehrinhalt des Curriculums des Masterstudiengangs 'Komplementäre Medizin', der seit zwei Jahren an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder angeboten wird.
Der zweijährige Studiengang an der Viadrina richtet sich vor allem an Ärzte, Apotheker und Psychotherapeuten. Ziel des Studiengangs sei 'die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten, die das (schul)medizinische Wissen und Können sinnvoll ergänzen und die geisteswissenschaftlichen Wurzeln der Medizin und Heilkunde betonen', heißt auf der Website der Universität. 'Es gibt einen großen Bedarf nach Fortbildung für Ärzte in alternativer Medizin', sagt der Lehrbeauftragte Marco Bischof, der in der Zeitschrift Esotera etwa über 'Elektronische Magie' geschrieben hat. Einen Teil dieses Bedarfs deckt nun das Institut für Transkulturelle Gesundheitswissenschaften, das den Studiengang anbietet. Etwa 40 Studenten pro Jahrgang zahlen je 10000 Euro Studiengebühren - die Ausbildung finanziere sich komplett über diese Beiträge, sagt Bischof.
Teil des Curriculums sind unter anderem Naturheilverfahren oder die umstrittene Homöopathie. Ziel sei es, so Bischof, den Studenten die alternativen Heilmethoden und Therapien so zu vermitteln, dass diese von ihnen selbst angewandt werden können. Im Rahmen des Studiums ist etwa die Ausbildung zum Klangtherapeuten möglich.
Vom kommenden Wintersemester an zählen zahlreiche in der Esoterik-Szene bekannte Dozenten zu den Lehrbeauftragten für den Masterstudiengang an der Viadrina. Die Zahl der Spinner nehme zu, klagt ein Lehrbeauftragter, der nicht genannt werden will. Das Institut ist eine Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Energetische und Informationsmedizin (DGEIM) eingegangen, die das Wahlpflichtmodul 'Energy Medicine' erarbeitet hat.
Die DGEIM wirbt unter anderem für Therapiekonzepte wie Geistheilung und andere obskure Ideen, in denen Begriffe wie Schwingungen, Resonanz, Energiewellen oder ähnliches vorkommen. Ihr zweiter Vorstand ist Konstantin Meyl. Der Ingenieur hält die Relativitätstheorie für widerlegt und tritt mitunter gemeinsam mit Vertretern des sogenannten Lichtfastens auf; das sind Menschen, die behaupten ganz auf Nahrung zu verzichten. Meyl streitet vor allem für sein Konzept der 'Skalarwellen' - elektromagnetische Wellen, mit denen sich allerlei Krankheiten heilen ließen.
Neben einem Vortrage über die Skalarwellen und der Neuen Homöopathie nach Körbler lernen die Studenten der Viadrina im Pflichtmodul 'Energy Medicine' zudem 'feinstoffliche Therapieverfahren' mit Bachblüten oder Edelsteinen. Dieter Broers, Autor von Büchern wie 'Der Glückscode: Die kosmischen Quellen für Selbsterkenntnis, Liebe und Partnerschaft' oder '(R)Evolution 2012: Warum die Menschheit vor einem Evolutionssprung steht' spricht über 'geokosmische Einflüsse'. Unter den Vortragenden ist auch der Münchner Mathematiker Hartmut Müller, der ein kompliziert klingendes Konzept namens 'Global Scaling' entwickelt hat, das wie ein Zukunftsorakel funktionieren soll und - so heißt es immer wieder - sogar die Lottozahlen vorhersagen kann.
Nun wäre das alles nicht weiter schlimm - täglich werden in jeder deutschen Großstadt dutzendfach Seminare angeboten, in denen Esoteriker ihre Mitte auspendeln oder angeblich mit Geistern Kontakt aufnehmen. Doch in diesem Falle geschieht dies unter dem Siegel einer öffentlichen Hochschule. Das wertet obskuren Unsinn unnötig auf. Die Universität Viadrina tut sich sicher auch keinen Gefallen, esoterische Inhalte mit dem eigenen Namen zu verknüpfen. 'Wir beobachten das genau', sagt Universitätskanzler Christian Zens, 'im Stiftungsrat und im Ministerium wurde der Studiengang kontrovers diskutiert.'
Unter den Lehrbeauftragten sind einige namhafte und seriöse Mediziner, etwa der Medizinhistoriker Paul Unschuld, der Chirurg Bernd Hontschik aus dem Vorstand der Thure von Uexküll Akademie für Integrierte Medizin oder Ellis Huber, der ehemalige Vorsitzende der Berliner Ärztekammer. Auch ihre Namen werten seltsame Lehrinhalte aus der esoterischen Ecke auf - zugleich entwertet das Umfeld, in dem sie arbeiten, ihre eigene Arbeit.
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Die norwegische Prinzessin Märtha Louise (38) sorgt für Ärger, weil sie zahlungswilligen Landsleuten direkten Kontakt mit Toten verspricht.
Die als Seminarveranstalterin, Märchenvorleserin und „Kulturvermittlerin” aktive Tochter von König Harald V. (73) hatte in der Zeitung „Stavanger Aftenblad” erklärt, sie könne in ihren Kursen problemlos Verbindungen zu Toten herstellen.
Das ist eine Art Zusatzangebot. Schon seit Längerem verspricht die Prinzessin Kontakt zu „Engeln” aller Art, darunter auch zu „persönlichen Schutzengeln”.
Verärgert reagierte die norwegische Missionsgesellschaft, in deren Veranstaltungszentrum „Himmel und Meer” („Himmel & Hav”) in Sola bei Stavanger Märtha Louise diese Woche einen Kurs geben will. „Es wäre respektlos, in unseren Räumen Kontaktaufnahme mit Toten zu versuchen. Das lässt sie hoffentlich bleiben”, sagte ein Sprecher der Gesellschaft.
Die protestantische Bischöfin Laila Riksaasen Dahl sagte: „Kontakt mit den Toten widerspricht dem Christentum.” Theologieprofessor Trygve Wyller warf der protestantisch getauften Prinzessin vor, sich als eine Art „Hohepriesterin aus dem Königshaus” aufzuspielen.
In Medien wird Märtha Louise seit einiger Zeit kritisiert, weil sie vergleichsweise hemmungslos ihren königlichen Titel für Geschäfte nutzt. |
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Kampf gegen den Mutterbegriff als sexistischem Stereotyp Europarat soll Umsetzung der Gender-Ideologie durch nationale Parlamente und die Medien weiter vorantreiben
Der Europarat berät zur Zeit eine Beschlußvorlage, in der unter anderem empfohlen wird, die Verwendung des Begriffs "Mutter" als einem sexistischem Stereotyp zu bekämpfen, weil dies die Gender-Gleichheit verhindere.
Die Gender-Ideologie zielt auf die Auflösung gesellschaftlicher Strukturen und Rollenbilder. Frauen würden in den Medien insbesondere auf eine verengte Rolle als Mutter und Ehefrau dargestellt. Mit der Beschlußvorlage 12267 im Ausschuß für Chancengleichheit von Frauen und Männern will der Europarat deswegen gegen die Verwendung von Begriffen wie des Mutterbegriffs kämpfen. Mutter sei ein sexistisches Stereotyp, das die Frau in den Medien in eine überlieferte Rolle dränge. Die Nationen sollen nun aufgefordert werden, die Verwendung sexistischer Stereotype generell zu bekämpfen, heißt es in der Vorlage. Den Medien soll dabei eine wichtige Rolle zufallen. Sie sollen die Verwendung sexistischer Stereotype abschaffen. Hierfür ist ein ganzes Bündel von Maßnahmen vorgesehen, zu denen beispielsweise Ausbildungsprogramme für Medienschaffende und die Einrichtung von Expertenstellen für die Beratung der Medien gehören.
Für diese Zielsetzungen tritt besonders die "European Women's Lobby" (EWL), eine Nicht-Regierungsorganisation, bereits seit langer Zeit ein.
Berichterstatterin für die Beschlußvorlage im Europarat ist Doris STUMP, Nationalrätin aus der Schweiz. Stump wurde 2009 als Vertreterin der europäischen Staatengruppe Zwölf plus auch ins oberste Leitungsgremium der Interparlamentarischen Union (IPU) gewählt (das Exekutivkomitee der IPU setzt sich aus 17 Mitgliedern zusammen, welche die sechs geopolitischen Gruppen der IPU repräsentieren). |
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Offener Brief von Giordano an Wulff
Sehr geehrter Herr Bundespräsident, „Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland, das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland, das ist unsere christlich-jüdische Geschichte, aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“. Dieser Satz in Ihrer Rede vom 3. Oktober anlässlich des 20. Gedenktags der Wiedervereinigung offenbart in seiner Pauschalität eine so verstörende Unkenntnis der Wirklichkeit und verfrühte Harmonisierung grundverschiedener Systeme, dass es einem die Sprache verschlagen will.
Ich maße mir nicht an, Ihnen Nachhilfeunterricht in Geschichte erteilen zu wollen, aber hier wird eine blauäugige Gleichsetzung des realexistierenden Islam mit einem EU-konformen Wunsch-Islam so sichtbar, dass energischer Widerspruch eingelegt werden muss. Denn der politische und militante Islam ist nicht integrierbar, aber auch der „allgemeine“ jenseits davon ist noch problematisch genug.
Ist er doch bisher auf die Frage, ob er vereinbar sei mit Meinungsvielfalt, Gleichstellung der Frau, Pluralismus, Trennung von Staat und Religion, kurz, mit Demokratie, jede überzeugende Anwort schuldig geblieben. Eine dunkle Wolke, die am Himmel des 21. Jahrhunderts schwebt, und von der auch die Bundesrepublik Deutschland durch eine total verfehlte Immigrationspolitik unmittelbar berührt wird.
Hier stoßen in der Tat zwei grundverschiedene Kulturkreise aufeinander, und das in sehr unterschiedlichen Entwicklungsstadien.
Einmal der judäo-christliche, in dem sich nach finstersten Geschichtsepochen mit Renaissance, Aufklärung, bürgerlichen Revolutionen und ihrer Fortschreibung das liberale Muster durchgesetzt hat, ein gewaltiger Sprung nach vorn. Dann der andere, der islamische Kulturkreis, der nach zivilisatorischen Glanzzeiten, die das Abendland nur beschämen konnten, bei aller inneren Differenzierung dennoch bis heute eine gemeinsame patriarchalisch-archaische Stagnation zu verzeichnen hat: gehorsamsorientiert, säkularitätsfern, auf Ungleichheit der Geschlechter, elterliche Kontrolle und fraglose Anerkennung von religiösen Autoritäten fixiert. Es ist der Zusammenstoß zwischen einer persönliche Freiheiten tief einengenden, traditions- und religionsbestimmten Kultur, und einer anderen, nach langen Irrwegen individualistisch geprägten, vorwiegend christlichen und doch säkularen Gesellschaft.
In dieser Auseinandersetzung türmen sich riesige Hemmnisse, und es sind Muslime selbst, die auf sie hinweisen. So der große türkische Schriftsteller Zafer Senocak, der das Seziermesser an der wundesten Stelle ansetzt: „Kaum ein islamischer Geistlicher, geschweige denn ein frommer Laie, ist willens und in der Lage, das Kernproblem in der Denkstruktur des eigenen Glaubens zu sehen. Sie sind nicht bereit zur kritischen Analyse der eigenen Tradition, zu einer schonungslosen Gegenüberstellung ihres Glaubens mit der Lebenswirklichkeit in der modernen Gesellschaft.“
Oder der unerschrockene Abbas Baydoun, langjähriger Feuilletonchef der libanesischen Tageszeitung „As-Safir“, der sich auf das ähnlich gefährliche Gebiet tabuloser Selbstkritik begibt: „Bei uns suchen viele nach Ausreden, nicht in den Spiegel zu schauen, um uns den Anblick eines fürchterlichen Gesichts zu ersparen, des Gesichts eines anderen Islam, des Islam der Isolation und der willkürlichen Gewalt, der nach und nach die Oberhand gewinnt und bald, während wir dem Höhepunkt der Verblendung zusteuern, unser tatsächliches Gesicht sein wird.“
Was, Herr Bundespräsident, sind Salman Rushdies „Satanische Verse“ gegen diese Beschwörungen? Hier machen Muslime Schluss damit, die Verantwortlichkeit für die eigenen, selbstverursachten Übel und Missstände an „Europa“, den „Großen Satan USA“ oder den „Kleinen Satan Israel“ zu delegieren. Hier prangern Muslime die Unfähigkeit der islamischen Welt zur Selbstreflexion an, hier wird die eigene Elite als der wahre Verursacher der Krise beim Namen genannt. Und dabei ausgesprochen, was auszusprechen kein Nichtmuslim je wagen würde: Nicht die Migration, der Islam ist das Problem!
Ein riesiger, revolutionsüberreifer Teil der Menschheit, die „Umma“, also die gesamte Gemeinschaft der Muslime, so differenziert sie auch in sich ist, droht an ihrer eigenen kultur- und religionsbedingten Rückständigkeit und Unbeweglichkeit zu ersticken. Ein gleichsam dröhnendes Ausrufezeichen dazu: die gespenstische Talmiwelt der Öl-Billionäre am Golf, das Fettauge auf der Bodenlosigkeit eines geld- und goldstrotzenden Zynismus – „Das kann nicht gutgehen“, so Orham Pamuk.
Aber auch in Deutschland, sehr geehrter Herr Bundespräsident, gibt es muslimische Stimmen, die Ihrer Einbringung des islamischen Kulturkreises in den judäo-christlichen skeptisch gegenüberstehen.
So etwa die iranische Theologin Hamideh Mohaghegni, die warnte, „dass die innerislamischen Klärungen auf dem Wege zu einem Euro-Islam noch zwanzig bis dreißig Jahren in Anspruch nehmen werden, und es auch dann immer noch fraglich sei, ob der sich hier durchsetzen oder dem traditionellen Islam unterliegen wird.“
Eine andere Stimme, die dazu aufruft, der Meinung des Volkes Beachtung zu schenken und muslimischen Verbands- und Moscheevereinsfunktionären kritisch gegenüber zu treten, ist die von Dr. Ezhar Cezairli, Mitglied der Deutschen Islamkonferenz: „Ich finde es verständlich, wenn Menschen, die keineswegs der rechten Szene zugehören, Angst vor Islamisierung haben.“ Und weiter: „Es ist eine Gefahr für die Zukunft Deutschlands, dass manche Politiker durch ihre Ignoranz gegenüber islamischen Organisationen dabei sind, die Grundlagen unserer aufgeklärten Gesellschaft aufzugeben.“
Das all den Pauschalumarmern, xenophilen Einäugigen, Sozialromantikern, Gutmenschen vom Dienst und Beschwichtigungsaposteln ins Stammbuch, deren Kuschelpädagogik auch nach Thilo Sarazzin noch so tut, als ob es sich um eine multikulturelle Idylle handelt, die durch sozialtherapeutische Maßnahmen behoben werden könnte.
Keine Missverständnisse, sehr geehrter Herr Bundespräsident: Es bleibt die Ehre der Nation, jeden Zuwanderer, Fremden oder Ausländer gegen die Pest des Rassismus und seine Komplizen zu schützen. Gleichzeitig aber ist es bürgerliche Pflicht, sich gegen Tendenzen, Sitten, Gebräuche und Traditionen aus der türkisch-arabischen Minderheit zu wehren, die jenseits von Lippenbekenntnissen den freiheitlichen Errungenschaften der demokratischen Republik und ihrem Verfassungsstaat ablehnend bis feindlich gegenüberstehen.
Die entscheidenden Integrationshemmnisse kommen aus der muslimischen Minderheit selbst, auch wenn man davon ausgehen kann, dass ihre Mehrheit friedliebend ist. Es bleibt jedoch verstörend, wie rasch in der Welt des Islam riesige Protestaktionen organisiert werden können, sobald Muslime sich angegriffen oder beleidigt fühlen. Wie stumm es aber in den hiesigen Verbänden und Moscheevereinen bleibt, wenn, zum Beispiel, in der türkischen Stadt Malatya drei Mitarbeiter eines Bibelverlags massakriert, Nonnen in Somalia erschossen und in Pakistan Christen wegen Verstoßes gegen das „Blasphämiegesetz“ in Todeszellen gehalten werden, wo sie auf ihre Exekution warten. Eisernes Schweigen…
Das Migrations/Integrationsproblem erfordert aber eine ebenso furchtlose wie kritische Sprache.
Wo sind wir denn, dass wir uns fürchten, zu Ausländer- und Fremdenfeinden gestempelt zu werden, wenn wir uns zu eigenen Wertvorstellungen bekennen? Wo sind wir denn, dass wir uns scheuen müssen, eine paternalistische Kultur, in der das Individuum nichts, die Familie und Glaubensgemeinschaft aber alles ist, integrationsfeindlich zu nennen? Was ist denn falsch an der Feststellung, dass in ungezählten Fällen der Zuwanderung der Anreiz nicht Arbeit gewesen ist, sondern die Lockungen der bundesdeutschen Sozialkasse?
„Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“ – wirklich?
Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass es nicht unbedrohlich ist, daran Zweifel zu äußern – ich weiß, wovon ich rede. Der Islam kennt die kritische Methode nicht. Deshalb wird Kritik stets mit Beleidigung gleichgesetzt. Was nicht heißt, daß es keine kritischen Muslime gibt.
Meinen Beitrag führe ich an ihrer Seite, mit so tapferen Frauen wie Necla Kelek, Seyran Ates, Mina Ahadi, Ayaan Hirsi Ali – und allen anderen friedlichen Muslima und Muslimen auf der Welt.
Noch ein Postscriptum zu meinem eigenen Antrieb: Als Überlebender des Holocaust kenne ich den Unterschied zwischen Hitlerdeutschland und der Bundesrepublik. Ihre Demokratie ist mir heilig, denn nur in ihr fühle ich mich sicher.
Deshalb: Wer sie antastet, hat mich am Hals, ob nun Moslem, Christ oder Atheist.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Ralph Giordano |
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Sex mit Kindern? Volker Beck, parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen, verweist mit Recht auf die sexuellen Machenschaften einiger kirchlicher Würdenträger hin. Auch wenn mache der Taten schon Jahre her sind, werden sie dadurch nicht weniger schlimm. Er sollte nur nicht ganz so dicke Backen machen, denn 1988 schrieb Volker Beck in einem rechtspolitischen Beitrag:
„Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität (sexuelle Handlungen mit bzw. zwischen Kindern) ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich, nicht zuletzt weil sie im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen aufrechterhalten wird. … Vorgeschlagen wird hier als langfristiges Ziel…, die ‚Schutz’-Altersgrenze zu überdenken und eine Strafabsehensklausel einzuführen.“ (S.266)
„Allein eine Mobilisierung der Schwulenbewegung für die rechtlich gesehen im Gegensatz zur Pädosexualität völlig unproblematische Gleichstellung von Homo- und Heterosexualität … und für die Rechte der Homosexuellen wird das Zementieren eines sexualrepressiven Klimas verhindern können – eine Voraussetzung, um eines Tages den Kampf für die zumindest teilweise Entkriminalisierung der Pädosexualität aufnehmen zu können.“ (S.268)
Aus: Der pädosexuelle Komplex, hgg. Von Angelo Leopardi. Mit Beiträgen von Volker Beck u.a. Berlin, Frankfurt 1988.
Wenn ich richtig informiert bin, hat Beck seine damalige Haltung geändert. Wenn ich richtig informiert bin, haben auch etliche Geistliche ihre Straftaten mittlerweile bekannt und bereut.... |
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Berliner Christopher Street Day wird von der Evangelischen Kirche in Union mit dem Lesben- und Schwulenverband Deutschlands (LSVD) durch einen festlichen Gottesdienst eingeläutet
Bei einem so wichtigen Ereignis darf sich die Kirche nicht heraushalten, scheinen sich die Vertreter der Kirche zu sagen und haben mit dem Lesben- und Schwulenverband Deutschlands eine Union gebildet, die zum Auftakt des Christopher Street Day zu einer festlichen Messe einlädt. Dank Evangelischer Kirche und Lesben- und Schwulenverband Deutschlands startet der Christopher Street Day 2011 bereits am Vorabend, wie der Meldung des Lesben- und Schwulenverband Deutschlands zu entnehmen ist. Darin heißt es:
"Evangelische Kirche und Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg laden ein
Der Berliner Christopher Street Day 2011 startet bereits am Vorabend, Freitag, 24. Juni, mit einer festlichen evangelischen Messe in der St. Marienkirche unter dem Fernsehturm. Der Kirchenkreis Stadtmitte lädt dazu in Kooperation mit dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) ein."
So verleiht die Kirche im Bündnis mit dem Lesben- und Schwulenverband Deutschlands dem Großereignis Christopher Street Day, bei dem sich Lesben und Schwulen ein freizügiges Stelldichein auf Berlins Straßen und Plätzen geben werden, einen Schein festlich-kirchlicher Würde. Daß der Christopher Street Day immer mehr "zum Kommerz- und Porno-Spektakel verkommen" ist, daß "öffentlich kopulierende Männerpaare" sowie eine "massive Präsenz homo- wie heterosexueller Sado-Maso-Anhänger", die ihre „Sklavin" an der Kette durch die Straßen führen, an der Tagesordnung sind, wie Alice Schwarzer kritisch feststellte, hält die Evangelische Kirche nicht davon ab, für die gottesdienstliche Umrahmung des Spektakels zu sorgen.
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DIE FAMILIE DER DÄMONISCHEN SCHLANGEN
Acht Fragen an den XIV. Dalai Lama zum Kalachakra-Tantra
Seit mehr als 25 Jahren führt der XIV. Dalai Lama die höchste tantrische Einweihung des tibetischen Buddhismus, vor vielen Tausenden von Teilnehmern auf der ganzen Welt durch. Es ist ein Heiliger Text („Tantra“), das sogenannte Kalachakra-Tantra und der darin enthaltene Shambhala-Mythos, die der Performance zugrunde liegen.
„Kalachakra“ (Sanskrit) bedeutet „Rad der Zeit“. Das Kalachakra-Tantra wurde in der letzten Zeit häufig kritisch hinterfragt. In einer Dialoggesellschaft liegt es nahe, dass sich der XIV. Dalai Lama diesen kritischen Fragen persönlich stellt und sie beantwortet, sei es, um Verzerrungen oder Fehlinterpretationen zu berichtigen, sei es, um sich offen zu den problematischen Inhalten des Kalachakra-Tantras zu bekennen oder sich von diesen öffentlich zu distanzieren. Deshalb haben wir acht Fragen an den tibetischen Friedensnobelpreisträger kurz zusammengefasst und anschließend erläutert:
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1. Dalai Lama, weshalb prophezeit und verherrlicht das von Ihnen als „Ritual für den Weltenfrieden“ angekündigte Kalachakra-Tantra und der darin enthaltene Shambhala-Mythos einen „Heiligen Krieg“ (Shambhala-Krieg) von Buddhisten (buddhistischen „Gotteskriegern“) gegen Nicht-Buddhisten?
Dalai Lama, Sie werden weltweit als der größte "Friedensbotschafter" verehrt, der sich in vielen öffentlichen Erklärungen gegen jegliche Anwendung von Gewalt ausgesprochen hat und das Kalachakra-Tantra wird von Ihnen als ein "Beitrag zum Weltenfrieden" präsentiert. Aber das Kalachakra-Tantra ist alles andere als pazifistisch, sondern es prophezeit und fördert ideologisch einen blutigen Religionskrieg zwischen Buddhisten und Nicht-Buddhisten um die Weltherrschaft (Shambhala-Mythos). Der Originaltext bezeichnet die buddhistische Kriegsführung als "gnadenlos" und "grausam". Dort heißt es: "Die äußerst wilden Krieger werden die barbarische Horde niederwerfen" und "eliminieren." (Shri Kalachakra I. 163/165) In mehreren Strophen beschreibt der Text die mörderischen Superwaffen, welche die buddhistische Armee gegen die "Feinde der Lehre" einsetzt. (Shri Kalachakra I. 128 – 142) Der historische Buddha hat den Krieg in jeglicher Form abgelehnt. Es gab für ihn keinen "Gerechten Krieg" und schon gar keinen "Heiligen Krieg". Aber gerade weil der Buddhismus als eine strikte Absage an jegliche Gewalt empfunden wird, findet er im Westen eine so große Anerkennung. Wie vertragen sich die inhumanen und kriegerischen Textstellen des Kalachakra-Tantra mit der Friedensvision des Urbuddhismus und Ihren eigenen Friedensbeteuerungen? Wieso werden im Lamaismus zahlreiche Kriegsgötter und Kriegshelden (Begtse, Mahakala, Gesar von Ling u. a.) verehrt? Bei sehr erfolgreichen tibetischen und westlichen Vertretern des Lamaismus wie Lama Chögyam Trungpa und Lama Ole Nydahl finden sich Leitideen für buddhistische „Gotteskrieger“ („Shambhala-Krieger“), die auf einem krassen Feindbilddenken aufbauen und einen Militär-Buddhismus predigen. Was tun Sie, Dalai Lama, gegen eine solche Entwicklung in den eigenen Reihen? Wieso kann der von Ihnen designierte Kalachakra-Interpret Alexander Berzin offen die Prinzipien des islamischen Djihads mit denjenigen des Shambhala-Krieges vergleichen?
2. Dalai Lama, weshalb werden in dem von Ihnen als „Beitrag zur Weltökumene und zum Weltethos“ angekündigten Kalachakra-Tantra die drei monotheistisch-semitischen Religionen, insbesondere aber der Islam, als „Feinde der Lehre“ angegriffen und ein Religionskrieg gegen den Islam beschworen?
Dalai Lama, Toleranz gegenüber anderen Religionen ist eine Ihrer Grundforderungen, die Sie zur berühmtesten Symbolfigur des interreligiösen Dialoges gemacht hat. Jedoch widerspricht das von Ihnen öffentlich als "Beitrag zur Ökumene" vorgestellte Kalachakra-Tantra-Ritual in zahlreichen Textpassagen krass dem Toleranzgedanken. Darin werden die Hauptvertreter der semitisch-monotheistischen Religionen „Adam, Henoch, Abraham, Moses, Jesus, Mani, Mohammed und der Mahdi“ als die „Familie der dämonischen Schlangen" bezeichnet, die mit "Tamas", das heißt mit Eigenschaften der Finsternis, der Täuschung und der Unwissenheit ausgestattet sind. (Shri Kalachakra I. 154) Ein eschatologischer Religionskrieg gegen das "barbarische Dharma", insbesondere gegen den Islam, soll nach der Shambhala-Prophezeiung einer weltweiten Errichtung des "buddhistischen Dharmas" (des Buddhismus) vorausgehen. Der Original-Text spricht davon, dass das "machtvolle, gnadenlose Idol der Barbaren, die dämonische Inkarnation" - d. h. der Islam – in „Mekka“ lebt. (Shri Kalachakra I. 154) Finden Sie nicht, dass in einer Zeit, in der religiöse Kriege und der Kampf gegen den Islam geradezu die Weltpolitik bestimmen, der im Kalachakra-Tantra anvisierte Krieg gegen den Islam den Kampf der Kulturen anheizt? In der Zeitschrift News vom 10. Okt. 2002 sagen Sie: „Der Islam will als Weltreligion gelten, setzt aber genauso wie das Christentum vor ein paar Hundert Jahren vornehmlich auf Aggression. Das hat mit Religion nichts zu tun, sondern bloß mit Macht. Und das war sicher nicht im Sinne des Propheten Mohammed. Religion darf nicht von Macht geleitet werden.“? Stellen Sie sich nicht mit einer solchen Aussage in die Tradition des im Kalachakra-Tantra prophezeiten Shambhala-Krieges? Weshalb verschweigen sie das aggressive Potential, die buddhokratischen Machtvisionen und die Intoleranz in Ihrer eigenen lamaistischen Religion? Dies war sicher nicht im Sinne ihres Religionsgründers Buddha Shakyamuni. Religion darf nicht von Macht geleitet werden. Weshalb befehlen Sie, als Friedensfürst, einer vorbuddhistische Dämonin, Palden Lhamo mit Namen, die ihrem eigenen Sohn die Haut abgezogen hat und diesen als Sattel für ihr Maultier benutzt, weil er sich weigerte, den buddhistischen Glauben anzunehmen? Glauben Sie, dass solche Schreckensbilder den Toleranzgedanken und die eigene Toleranz fördern können? Wieso wird Ihnen von einer traditionellen Glaubensrichtung des tibetischen Buddhismus wie den Dorje-Shugden-Schule, der Sie früher selber angehörten, höchste Intoleranz und die Verfolgung religiöser Minderheiten vorgeworfen?
3. Dalai Lama, weshalb wird im Kalachakra Tantra entgegen Ihren ständigen Bekenntnissen zur Demokratie die Institution eines Chakravartin (eines „Weltenherrschers“) beschworen, der einen globalen buddhistischen „Gottesstaat“ (eine „Buddhokratie“) errichten soll?
Das Kalachakra-Tantra beinhaltet die buddhokratische Staatslehre vom Chakravartin, einem „Weltenherrscher“. „Am Ende der Zeiten wird der Chakravartin aus der Götterstadt oberhalb des Berges Kailash erscheinen. Er wird mit seiner eigenen Armee, die aus vier Dimensionen besteht, in einer Schlacht die Barbaren in allen Teilen des Erdkreises niederwerfen.“ – heißt es im Originaltext des Kalachakra-Tantra. (Shri Kalachakra I. 161) Ein „Chakravartin“ gilt nach indischer Tradition als absolutistischer „Priesterkönig“, als ein „Theokrat“, der die religiöse, politische, juridische und militärische Macht in Personalunion vereinigt. „Bürgerliche Gewaltenteilung“ und Demokratie sind in dieser aus dem 10. Jahrhundert stammenden „politischen Theologie“ und damit auch der Kalachakra-Vision etwas völlig Unbekanntes. Buddha Shakyamuni dagegen lehnte die „Weltherrschaft“ ab. Als er vor die Wahl gestellt wurde, ein „Chakravartin“ oder ein Buddha zu werden, entschied er sich explizit für den Weg des Buddha, d. h. den Weg eines "Erleuchteten" und lehnte den Weg des Chakravartin, des „Weltenherrschers“ strikt ab. Wieso führen Sie seit über dreißig Jahren weltweit, obgleich Sie sich nach außen hin zur Demokratie bekennen, das Kalachakra-Ritual durch, in dem eine globale Buddhokratie mit einem absolutistischen Regenten an der Spitze das angestrebte Gesellschaftsmodell für unseren Planeten darstellt? Weshalb unterstützen Sie mit einem Vorwort den buddhokratischen Weltentwurf des amerikanischen Tibetologen Robert A. Thurman in seinem Buch „Revolution von Innen“? Weshalb benutzen Sie als Grundlage für Ihre politischen Entscheidungen ein menschliches Staatsorakel (Nechung), das von einem mongolischen Kriegsgott (! Pehar) besessen ist und nicht die für jede Demokratie üblichen politischen Willenbildungsprozesse?
4. Dalai Lama, weshalb fordern entgegen Ihren weltweit geschätzten sozialethischen Beteuerungen die buddhistischen Tantra-Texte, insbesondere auch das Kalachakra-Tantra, von den Initianten die Durchführung „unmoralischer“ und „verbrecherischer“ Handlungen wie: töten, lügen, stehlen und die Ehe brechen?
In den geheimen acht höchsten Einweihungen des Kalachakra-Tantra soll der Initiant durch extreme mentale und physische „Übungen“ in einen Zustand „jenseits von Gut und Böse“ versetzt werden. Der Original-Text verlangt von ihm deswegen folgende „Untaten“ und „Verbrechen“: töten, lügen, stehlen, die Ehe brechen, Alkohol trinken. Selbst Sie legitimieren es, wenn ein Kalachakra-Adept - unter bestimmten Umständen - Menschen tötet, „die der [buddhistischen] Lehre Schaden zufügen“ oder „sich anschicken, abscheuliche und unheilvolle Handlungen zu begehen“. (Dalai Lama – dt. Kalachakra-Tantra – Berlin 2002, S. 365) Auch wenn Sie verlangen, dass die in vielen tantrischen Texten geforderten Tötungsakte – unter bestimmten Umständen – aus "Mitgefühl" geschehen sollten, widersprechen Sie damit dem im ursprünglichen Buddhismus fest verankerten strikten Tötungsverbot. In der tibetischen Geschichte haben die „Tötungen aus Mitgefühl“ als Legitimation zur Liquidierung politischer Gegner eine große Bedeutung gehabt und blutige Spuren hinterlassen. Ethisch verwerflich empfindet man auch im Westen den rituellen Verzehr von Menschenfleisch, wie er wörtlich im Kalachakra-Tantra vorgeschrieben ist.
5. Dalai Lama, weshalb werden entgegen Ihrer ständigen Beteuerungen, der tibetische Buddhismus sei zölibatär und frauenfreundlich, in den höheren Riten des Kalachakra-Tantra Frauen sexualmagisch und sexistisch benutzt, um spirituelle, weltliche und patriarchale Macht zu erlangen?
In den höchsten geheimen Einweihungen des Kalachakra-Tantra werden sexualmagische Riten durchgeführt, deren Ziel es ist, "Sexualität" in weltliche und spirituelle Macht zu transformieren. Nach den Originaltexten stellen die dabei benutzten Frauen bestimmte Energieformen dar, wobei das Alter eine wichtige Rolle spielt. Man beginnt mit 11-jährigen Mädchen. In der 8. bis 11. Einweihungsstufe des Kalachakra-Tantra wird nur mit "einer" Frau sexualmagisch experimentiert, in der 12. bis 15. Einweihungsstufe, dem sogenannten Ganachakra, nehmen neben dem Meister und dem Initianten insgesamt 10 Frauen an dem Ritual teil. Es ist die Pflicht des Schülers, seinem Lama die Frauen als "Geschenk" anzubieten. Frauen gelten im Kalachakra-Tantra als bloße "Energiespender" für den männlichen Praktikanten und spielen nach Beendigung des Rituals keine Rolle mehr. Wie vertragen sich solche Riten mit dem Menschenrecht, das die Gleichberechtigung beider Geschlechter garantiert und zu dem Sie sich mehrmals öffentlich bekannt haben? Die Geheimhaltung der Sexualmagie in den höheren Einweihungen des Kalachakra-Tantra hat zu wilden Spekulationen und Vermutungen geführt. Weshalb geben Sie hierüber die Diskussion nicht frei, sondern behaupten in der Öffentlichkeit, dass der tibetische Buddhismus eine zölibatäre Religion sei, die den Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau für Mönche grundsätzlich ablehne?
6. Dalai Lama, weshalb verbieten Sie, obgleich Sie immer wieder die Vorteile der „Dialoggesellschaft“ betonen, dass über die Geheimriten des Kalachakra-Tantra öffentlich diskutiert wird und drohen bei Zuwiderhandlung mit „Höllenstrafen“?
Dalai Lama, Sie selber schreiben, dass es den Eingeweihten in die höheren Stufen des Kalachakra-Tantra bei Höllenstrafen verboten ist, über die geheimen Inhalte des Rituals öffentlich zu sprechen. In diesem Zusammenhang drohen Sie in einem Kommentar des Kalachakra-Tantra einem Schüler: „Was ich dir auftrage, das musst du tun. Du sollst mich nicht gering schätzen, und falls Du es tust, wird die Zeit des Todes kommen, ohne dass die Angst von Dir weicht, und du wirst in eine Hölle stürzen.“ (Dalai Lama – dt. Kalachakra-Tantra – Berlin 2002, S. 251) Der historische Buddha hat dagegen gefordert, nichts zu glauben, sondern alles durch eigene Erfahrung und nach den Gesetzen der Vernunft zu überprüfen. (Anguttara Nikaya I, 174). Das ist eine Aussage, die Sie selber auch immer wieder machen. Weshalb verbieten Sie dann eine öffentlich geführte Debatte über die geheimen Tantras und die Geheimriten des Kalachakra-Tantra? Weshalb öffnen Sie nicht die Geheimriten und machen Sie publik und fördern damit ein System des Okkultismus?
7. Dalai Lama, weshalb haben Sie mit Leuten aus dem Milieu des religiösen Faschismus und Sektenterrorismus wie Bruno Beger, Jean Marquès-Rivière, Miguel Serrano, Shoko Asahara, die sich aus Inhalten des Shambhala-Mythos für ihre Visionen und Handlungen inspirieren ließen, so enge Kontakte gepflegt?
Sie haben mehrmals betont, dass sich die Grundsätze des Mahayana-Buddhismus besonders mit westlichen Demokratievorstellungen und dem Gebot der Menschenrechte decken würden. Dies gilt jedoch nicht – bei einer wörtlichen Interpretation – für zahlreiche Inhalte des tantrischen Buddhismus, der das Zentrum der tibetischen Religion darstellt. So ist es eine Tatsache, dass der im Kalachakra-Tantra integrierte Shambhala Mythos (Shambhala-Krieg) zu aggressiven Verhaltensweisen, megalomanischen Visionen und Verschwörungstheorien sowohl in der Geschichte asiatischer Völker als auch im religiösen Faschismus und Neofaschismus geführt hat. Schon im SS-Ahnenerbe, Heinrich Himmlers Ideologieschmiede, bestand ein Interesse an den Inhalten des Kalachakra-Tantra und der einflussreiche faschistische Kulturphilosoph Julius Evola sah im Mythenreich Shambhala das esoterische Zentrum einer sakralen Kriegerkaste. Diese Vision ist bis heute fest in der religiösen Ideenwelt des internationalen Rechtsextremismus verankert. Allein das macht es schon notwendig, sich klar und eindeutig von dem kriegerischen Shambhala-Mythos zu distanzieren und diesen als Textstelle zu verbieten. Im Gegensatz dazu haben Sie zu Leuten aus den faschistischen Milieus, wie dem ehemaligen SS-Mann Bruno Beger (wegen Beihilfe zum Mord in 86 Fällen verurteilt), den SS-Kollaborateur, bedeutenden Orientalisten und Tantra-Experten Jean Marquès-Rivière (in absentia wegen der Auslieferung von Juden und Freimaurern an die Gestapo in Frankreich zum Tode verurteilt), den Gründer des „esoterischen Hitlerismus“ und ehemaligen chilenischen Botschafter Miguel Serrano (Cheftheoretiker des SS-Mystizismus) und den japanischen Terroristen und Hitlerverehrer Shoko Asahara freundschaftliche Kontakte gepflegt. Da sich das Kalachakra-Tantra gegen alle Religionen, die einen semitischen Ursprung haben, richtet, kann es sehr leicht von rechtsradikalen, antisemitisch eingestellten Kreisen für ihre rassistische Propaganda in Dienst genommen werden und wurde schon in diesem Sinne benutzt.
8. Dalai Lama, weshalb gibt es von Ihnen keine präzise Exegese der problematischen Stellen des Kalachakra-Tantra-Textes, die sich unmissverständlich von den kriegerischen, intoleranten, sexistischen und buddhokratischen Aussagen des Tantras distanziert, beziehungsweise diese Stellen offiziell aus dem Originaltext streicht, bzw. ihre Verbreitung verbietet?
Bisher liegt von Ihrer Seite keine klare Exegese des Kalachakra-Tantras vor, die sich von dem Gewaltpotential des Textes distanziert. Auf die Frage, inwieweit eine Exegese alter Texte überhaupt möglich ist, geben Sie widersprüchliche Antworten. Auf der einen Seite sagen Sie: „Selbst die Worte des Buddha müssen einer kritischen Prüfung unterzogen werden. So sind einige seiner Aussagen nicht wörtlich zu verstehen und müssen anders interpretiert werden. Wir haben die Freiheit, bestimmte Aussagen nicht einfach zu akzeptieren, sondern wir müssen sie unter entsprechenden Bedingungen neu interpretieren.“ (Dalai Lama – „Augen der Weisheit“ – Freiburg 2002, 178) Dem widerspricht auf der anderen Seite konträr Ihre folgende Aussage: „Die Tantras und die Sutras sind die letzte Autorität, nicht wir. Wenn sich darin eine schriftliche Referenz befindet, besteht keine Notwendigkeit für uns, diese Dinge aufzukündigen und anzunehmen, der Buddha hätte in seinem Bewusstsein eine Analogie mit der westlichen Religion oder Wissenschaft gehabt.“ (in: The Berzin Archives – Kalachakra Teachings HHDL 2. htm) Wieso ist eine vollständige, korrekte und kommentierte Übersetzung des Kalachakra-Tantra bisher in einer westlichen Sprache nicht zugänglich gemacht worden, obgleich Sie schon Zehntausende von Westlern in dieses Ritual eingeweiht haben?
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Hier ein paar Möglichkeiten:boykottiere Geschäfte, die Geschäfte mit dem Horror macheninformiere Geschäftsinhaber, Lehrer, Pfarrer, Eltern, dass Brutalität und Horror niemals (!!!) Partythema sein kann und darf!!organisiere Sitzblockaden vor Kaufhäusern, die den Horror gesellschaftsfähig machensammle Unterschriften (bezüglich Einkaufsboykott für Läden mit Holloween-Artikeln) und übereiche sie den Geschäftsinhaberngeh in Kindergärten und informiere die Mitarbeiter(innen)kopiere den oberen Text (oder diesen ganzen Text), vergrößere ihn und stell dich damit in der Woche vor dem 31.10. in die Fußgängerzone und diskutiere mit den Passantenlass dir andere Aktionen einfallen hier kann man ein Faltblatt mit Informationen zu Halloween bestellen: Stiftung Marburger Medien - Friedrich-Naumann-Str 15 - 35037 Marburg info@marburger-medien.de - Tel 06421-1809-0
Und hier kann man die DVD “Happy Halloween - Aus Gruselspaß wird wirklich Freude” (gegen Spende von 2,50 €) bestellen: Campus für Christus - info@jesusfilm.de
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Welche abartigen Gefühle haben Menschen, die solche Werbetexte für Halloween entwerfen (siehe unten) ??????????!!!!!!!!!!!!!!!!! (Nur eine wahllos rausgepickte Werbung aus Tausenden von Angeboten, den Horror zu feiern.) „HORROR Non-Stop“ und „Lust am Grauen“ verspricht der Landschaftsverband Rheinland - Amt für rheinische Landeskunde - Endenicher Straße 133 - 53115 Bonn - gesponsert vom Sparkassen- und Giroverband. Er schreibt u.a.
(Ausrufezeichen und Bemerkungen in Klammer von mir)
„Der Horror ist längst ein vertrauter Wegbegleiter. Kein Kinosommer, in dem der Tod nicht noch grausamer inszeniert ist. Kein Mordprozess, über den nicht gerade die abscheulichsten Details in den Medien erscheinen. Kein Schwerverletzter, neben dem nicht ein Schaulustiger steht und sich seine ganz persönlichen Gedanken über das Unheil macht. Der Horror erreicht uns ohne Umwege. Und trifft uns ganz tief drinnen in unserer Gefühlswelt: Der kurze Schreck, der uns im Augenblick der Wahrnehmung zusammenzucken lässt! Der hohe Adrenalinausstoß, der unsere Sinne bis zum Äußersten anspannt – so als wären wir Raubkatzen vor dem Sprung auf das Beutetier! Die wohltuende Welle der Erleichterung, die uns – wenn alles vorbei ist – zurück spült ans Ufer unserer normalerweise unbedrohten und mitunter langweiligen Existenz! Dieser hormongewürzte Gefühlscocktail verschafft uns einen kurzen Ausblick auf den Abgrund des Lebens, einen kurzen Moment intensivsten Empfindens. Dieser Augenblick holt das Wissen um die Vergänglichkeit und die Allgegenwart des Todes vom Boden unseres Bewusstseins ganz nach oben. Er gibt uns für einen kurzen Moment das Gefühl, wirklich und mit jeder Faser unseres Körpers am Leben zu sein. … Halloween erlaubt uns, mit diesen Gefühlen zu spielen. (Ist Halloween eine Person, dass sie uns etwas erlaubt? Die Brutalität auf den verschiedensten Ebenen veranlasst mich gerade nicht!!, sie auf die leichte und lockere Schippe zu nehmen und mit ihr spielerisch umzugehen!!!!) Dabei kann jeder die eigene Dosis selbst bestimmen – sei es mit dezentem Moder-Make-up, sei es mit einer in der Brust steckenden blutüberströmten Axt. (Wahnsinn!!! Dekadent!! Den Opfern, denen Schlimmstes angetan wurde, wird hiermit ist Gesicht gespuckt!!!) So wie auch das Grauen im Alltag mal als leichtes Unbehagen daherkommt und einem mal ohne jede Vorwarnung mitten ins Gesicht springt, so spiegeln auch die Halloween-Aktivisten – bewusst oder unbewusst – das gesamte Spektrum des Schreckens wider. Und wie immer, wenn wir Triebe ausleben dürfen, die normalerweise als unschicklich gelten, steht auch an Halloween die FREUDE am Verkleiden, der JUX am Erschrecken und die ERLEICHTERUNG darüber im Vordergrund, dass ja zum Glück alles nur erfunden und gespielt ist – gespielt.“
Horror ist leider nicht nur erfunden!!! Sondern geschieht täglich, hinter verschlossenen Türen, vor Maschinengewehren, in Konzentrationslagern usw... Grund zum heulen, klagen, schreien, anklagen, beten – alles, aber alles andere als Grund zum Feiern!!!
Halloween - Seit Jahren macht sich in Deutschland mit einem »Fest« die Lust am Gruseln breit: Halloween am 31. Oktober. Dann gibt es Kürbisfratzen und Gespenster-Laternen, Parties mit Vampir-Verkleidungen und allerlei Grusel. Halloween hält Einzug. Was es mit Halloween wirklich auf sich hat, darüber machen sich offenbar die wenigsten Gedanken. Es sind nicht nur Eltern oder Erzieher, die vor der Frage stehen: Woher kommt Halloween eigentlich? Was hat es mit diesem gruseligen Spaß an Tod, Geistern und Vampiren auf sich? Kann ich meine Kinder mit gutem Gewissen an solchen Festen teilnehmen lassen? Die einen führten dieses Fest direkt auf Praktiken der Germanen zurück. Heute wisse man, wieviel Okkultismus und Aberglaube in der Zeit der Germanen und anderer Volksstämme geherrscht habe. Andere behaupteten, Halloween sei nur eine Erfindung der Unterhaltungsindustrie und manch einer habe sich noch überhaupt keine Gedanken gemacht, was hinter den Kürbisfratzen und Vampirkostümen stecken könne. Ursprünglich feierten die keltischen Druiden Halloween am Abend vor Allerheiligen, dem 1. November. Die englische Bezeichnung lautet »All Hallows«, der Abend davor, also der 31. Oktober sei demnach der »All Hallows Even« oder eben Halloween. Man habe früher geglaubt, dass sich am Tage vor Allerheiligen gewaltige Ereignisse und Begegnungen mit Verstorbenen ereigneten. Nach der Vorstellung der Menschen damals kam an diesem Abend der Gott des Todes auf die Erde, um die Seelen der Toten einzusammeln. Zum Zweck der Wahrsagung wurden sogar Menschen geopfert. Damals wie heute versteckt man sich hinter abschreckenden Masken. Auf diese Weise glaubt man, die bösen Geister zu erschrecken und zu verwirren. Auch war dieser Tag besonders günstig, Orakel und Geister zu befragen. Dies hat sich bei uns bis heute erhalten und gehalten. Ist dies nur ein harmloses Vergnügen? Ist dieses Datum nicht längst nur noch ein schauerlicher Gruselabend, an dem man ein wenig über die Stränge schlagen darf und an dem die Kinder ihren Spaß haben und nach Süßigkeiten betteln? Nicht nur. Für viele ist der Tag nur ein gruseliges Kostümfest. Fest steht jedoch, dass Halloween in zahlreichen Horror-Filmen und Grusel-Büchern stets das Datum ist, an dem die grausamsten Verbrechen begangen werden: Halloween, die Nacht des Horrors. Fest steht auch, dass in Satanisten- und Hexenkreisen Halloween bis heute einer der wichtigsten Festtage ist. Halloween ist immer noch bis heute das Fest des Schreckens, Grauens und des Todes. Die Frage bleibt, ob es wirklich so harmlos ist, mit solchen dämonischen Bräuchen spielerisch umzugehen. Wie schnell man in okkulte Praktiken verwickelt wird, kann man im Fernsehen verfolgen oder in Zeitschriften lesen: »Im Banne der Dämonen« oder die Einladung, hier ein wenig Gläser zu rücken, dort etwas zu pendeln oder die Tarot-Karten zu befragen. Wie schnell will man ausprobieren. Doch nur zu schnell wird aus solchen Spielchen tödlicher Ernst. Schnell setzt man sich den Einflüssen des Bösen oder Übersinnlichen aus. Schon mancher hat erfahren, dass er die Geister, die er aus Spaß herbeirief, nicht mehr loswerden konnte. Aus Neugier öffnete man sich dunklen Kräften, und diese erwiesen sich als viel realer wie gedacht. In der Bibel, wird deutlich von der Existenz dunkler Mächte gesprochen, von dem, was Halloween scheinbar so verharmlosend präsentiert: »Geister, Dämonen, Tod und Teufel«. Ganz klar warnt die Bibel davor, sich auf diese Gefahren spielerisch einzulassen. Es ist sogar von einem Kampf die Rede zwischen den Mächten Satans und der Kraft Gottes. Die Bibel spricht in diesem Zusammenhang von Finsternis. Im Gegensatz dazu heißt es von Gott: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis (1.Johannesbrief, Kapitel 1, Vers 5). Die Bibel verschweigt nicht, wie man die Finsternis besiegen kann: Gott hat durch Jesus Christus den Tod, die Dunkelheit und damit auch Satan besiegt. Jesus sagt von sich selbst: »Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht mehr in der Dunkelheit umherirren, sondern wird dem Licht folgen, das ihn zum Leben führt.« (Johannesevangelium, Kapitel 8, Vers 12). Herauszukommen aus dem Trend des Halloweenfestes ist also möglich und notwendig. Seit circa 1520 feiern wir in Deutschland am 31. Oktober das Fest der Reformation. Der Glaube der Bibel wurde neu entdeckt. Jahrzehnte und Jahrhunderte hielt man daran fest und freute sich an diesen Erkenntnissen. Merken wir heute, wie das Reformationsfest in den Hintergrund getreten und an diese Stelle das Halloweenfest getreten ist?
Wie ist Halloween entstanden?
Der Halloween-Brauch stammt ursprünglich aus dem keltischen Raum: in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November verabschiedeten sich die Druiden vom Sommer -der Jahreszeit der Göttin- und feierten die Herrschaft des Todesfürsten Samhain, der während des Winters regiert. Im keltischen Kalender symbolisiert dieser Tag den Jahreswechsel. Obwohl dieser Brauch noch aus den Zeiten vor Christus stammt, wurde er auch noch bis in die ersten Jahrhunderte unserer Zeitrechnung exzessiv zelebriert. Da in dieser Nacht nach keltischem Glauben das Leben (der Sommer) die Herrschaft für ein halbes Jahr an den Tod (den Winter) abgibt, glaubte man, daß es ein besonders günstiger Moment wäre, damit sich die Toten unter die Lebenden mischen können. Man glaubte, daß sich die Toten sich für ein Jahr lang den Körper eines Lebenden suchen. Daher wurden Ihnen Opfer gebracht, damit sie nicht den eigenen Körper auswählten.
Außerdem glaubte man, dass die Trennwand zwischen der Welt der Toten und der Lebenden an diesem Abend besonders dünn ist und man daher besonders einfach mit den Toten in Kontakt treten kann. Um diesen Kontakt besonders einfach herstellen zu können, wurde gefeiert und den Toten allerlei Leckereien angeboten, auf dass sie gerne und für kurze Zeit auf die Erde zurück kehren sollten. So wollte man auch nach dem Tod von Verwandten den Kontakt zu ihnen aufrecht erhalten. Es war ein großes Fest, mit Lagerfeuer und Festmahl. Aufgrund des Jahreswechsels wurde meditiert und Voraussagungen für das nächste Jahr gemacht: Es ging um Krieg, Frieden, Politik, Ernten und Krankheiten. Den Göttern wurden Opfer dargebracht, um sie möglichst gnädig zu stimmen.
Die Iren haben diesen Brauch etwas abgewandelt. Sie haben sich in dieser Nacht möglichst schrecklich angezogen und verkleidet, damit die Toten und Geister an Ihnen vorbeigehen und sie nicht als Lebende erkennen. Die Masken und Verkleidungen dienten zur Abschreckung.
Christianisierung Halloweens
Mittlerweile ist Allerheiligen ein christlicher Brauch geworden. Bis dahin war es allerdings ein langer harter Kampf. Die Menschen waren zwar relativ leicht davon zu überzeugen, die damals neue Religion, das Christentum, anzunehmen, allerdings haben Sie oft an Ihren alten heidnischen Bräuchen und Traditionen festgehalten. Um die Gäubigen vor Sünden zu bewahren wurden die alten Bräuche einfach christianisiert.
Im Jahre 837 verfügte Papst Gregor IV, dass an Samhain ebenfalls Tote geehrt werden sollten. So setzte man für den 1. November Allerheiligen an und am darauf folgenden Tag Allerseelen. Dies hatte zur Konsequenz, daß sich die einfachen Menschen nicht umstellen mussten und man sagen konnte, man habe erfolgreich die heidnischen Bräuche bekämpft.
Gerade im keltischen Raum ließ sich allerdings die Feier im ursprünglichen - heidnischen - Sinne nicht vertreiben. Im 16. Jahrhundert entstand der eigentliche Name Halloween. Die protestantische Kirche führte den Namen All Hallowed Evening ein. Bis zu diesem Zeitpunkt war die eigentliche Halloween-Nacht noch nicht christlich aber durch diese spezielle Betitelung war der Brauch endgueltig christianisiert.
In Amerika kehrte man zum alten Brauchtum von Halloween zurück. Das Fest wurde modernisiert und mit der Zeit hat es seine jetzige Form angenommen: ein herzlich wenig christliches Fest, bei dem sehr vielen heidnischen Bräuchen gefrönt wird. Kinder ziehen verkleidet durch die Strassen und Klingen an den Häusern, um um Süßigkeiten zu bitten. Hierbei wird der typische Spruch: "Trick or Treats" (Streiche oder Süßes) gerufen. Entsprechend dem Spruch werden den Kindern unterschiedlichste Süßigkeiten zugesteckt, falls nicht wird den Hausbesitzern ein Streich gespielt.
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