Arno, wer ist das denn?
Termine
Hanna Backhaus - Termine
test

ADHS: Auch Du Hast Stärken! "Hallo Herr & Frau Ich war am Samstag, 25.2., bei Ihrem Seminar / Vortrag über ADHS. Ich war total begeistert und ermutigt doch auf einem gutem Weg zu sein mit unserem Kind. Ich finde Sie und Ihre Frau einfach total klasse! Sie haben echt viel alleine und gemeinsam durchgestanden, doch nicht jeder kann und will darüber so reden wie Sie beide. Danke! Denn aus Ihrer Erfahrung profitiere ich gerade. Unser Sohn hat auch die Diagnose letzten Herbst bekommen. Dann bekam ich von einer Freundin "Ihr" Buch geschenkt. Dieses Buch ist völlig anders als die Bücher, die ich bisher gelesen habe! Ich war / bin fasziniert von diesem Menschen (Sie!, bzw. Ihnen! ). Es erschüttert mich, welche schlimme Kindheit Sie hatten, aber es fasziniert mich, wie Sie es mit Gottes Hilfe geschafft haben und zu so einem tollen und für mich ein bereichernder Mensch geworden sind! Danke, dass Sie dieses Buch geschrieben haben! Es hat mich sehr zum Umdenken und vor Allem zum Verstehen gebracht, was da im Kopf bei unserem Kind abgeht! Natürlich habe ich auch bei mir reflektiert und muss Parallelen feststellen. Wir geben unserem Kind kein Ritalin, er ist zwar sehr unruhig, hippelig und unkonzentriert in der Schule (2.Klasse), aber er kommt gut mit und hat eine tolle Lehrerin die auf Ihn eingehen kann. Wir machen eine Ergo-Verhaltenstherapie, die auch ganz positiv läuft. Außerdem beherzigen wir schon seid Geburt: sehr wenig Medieneinfluss (max.2Std.insges.Fernseher, PC, Nintendo.....pro Woche!), viel draußen spielen alleine und mit Freunden, viel Toben und Bewegung im extra eingerichteten Keller, Schlagzeug ( Begabung?),Sport und Schwimmen, Pfadfinder, ausgewogene Ernährung, ein Vater der früh von der Arbeit kommt, eine Mutter ( ich ) die zu Hause und zur Stelle ist.....



Die erste 30iger Zone, die Spaß macht:
30 Jahre Bauchladen

Informationen über die Entstehung von Arnos Bauchladen
und meine Firmen-Philosophie
weiter unten


Vorsicht Blitzer!

"Hoher" Besuch - Margarete Kosse von "Die Mütter"




Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.


"WENN EIN TOR FÄLLT, richtet Gott ihn wieder auf" Hallo Arno, das Shirt ist der Renner auf meiner Arbeit. Heute morgen war eine große Diskussion über das Wort "Tor". Mein Chef meinte, der Tor schreibt sich "Thor", meine Chefin verstand erst nicht und dachte es sei ein Schreibfehler "Das Tor" und erst nachdem wir gegoogled hatten, klärte sich alles auf. richtet Gott ihne wieder auf" Manche hier verstehen den Satz sofort. Die Reaktionen sind einfach toll. Ich glaube, meine nächsten Shirts werde ich nicht bei Ulla Popken, sondern bei Dir bestellen. Ganz lieben Gruß aus Krefeld, Sabine *und wer den Spruch nicht versteht - Wikipedia schreibt: Tor ist eine Person mit unvernünftigem Verhalten, siehe auch Torheit


www.arnobackhaus.de




bedruckt sieht man(n) einfach besser aus!





Schon mal aufgefallen?

dass meine Bücher und CDs alle "glatte" Preise haben, als keine vorgetäuschten kalkulerirten Preise wie 7,99, 6,95 oder 12,80 Euro. Meine Bücher kosten immer 7,-, 8,- 12,-, 16,- Euro. Zu den Verkaustricks, in der Einer- und Zehnerstelle fast immer mit den Ziffern '95 oder '99 zu enden, hat schon Martin Luther seinen Senf gegeben: "Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unseres Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen, noch mit falsche(m)....Handel (!) an uns bringen...". Was der alte Knabe schon alles wusste!!



2016 hin und weg Kalender
2015 Sprüchebuch 3
2015 Spielesammlung
2015 Spiel Tuba
2015 Mach zu die Tür-Adventskalender
2015 Wortschatzkiste 2
2015 Loslassen
2015 Hilfe, meine Eltern sind in einem schwierigen Alter
2014 Und sie hatten keine Plätzchen in der Herberge (2.Auflage)
2013 55 Spiele für Viele
2013 Verliebt, verlobt, verheiratet, verschieden (3.Auflage)
2013 Verkehrt herum Postkartensammlung 3
2013 Dankbarkeit - mein Schlüsserl zum Glück (3.Auflage)
2013 Was zählen Schafe wenn sie nicht schlafen können (2.Auflage)
2013 Ist das Kunst oder kann das weg? (2.Auflage)
2013 hin und weg Kalender
2013 Postkartensammlung 2
2013 Spiel "Merkmory"
2012 55 Spiele für die Geburtstagsparty
2012 55 Spiele für den Kindergeburtstag
2012 Spiel "reFlekt"
2012 hin und weg Kalender
2012 Mein Spielefächer
2012 Arnos Notierbook I
2012 Arnos Notierbook II
2012 Große Brüdere und kleine Prinzessinnen (2.Auflage)
2011 Arnos Wort-Schatz-Kiste
2011 Arnos denk-mal Kalender 2012
2011 Der interaktive Adventskalender
2011 Arnos Postkartensammlung
2011 Arnos Advents- und Why-nachts Hörbuch
2011 Buch "Woran starb das tote Meer" (3.Auflage)
2009 Buch „ADS – Ach du Schreck“ (5. Auflage)
2009 Buch „Spruchreif“
2009 Kalender „Arnos Denk-Mal-Kalender 2010“
2008 Kalender „Arnos Denk-Mal-Kalender 2009“
2008 Buch „Lache über deinen Nächsten wie dich selbst“ (3. Auflage)
2008 Hörbuch „Das wäre ja gelacht“ (best-of aus den beiden Büchern „Lieber Lachfalten als
Tränensäcke“ + „Lache, und die Welt lacht mit dir, schnarche, und du schläft allein“
2007 Kalender „Arnos Denk-Mal-Kalender 2008“
2007 CD „Die muss ich hören“
2007 Buch mit Hörbuch „Arnos & Advents- und Wynachsbuch“ (6. Auflage)
2007 Buch „Das Senfkornprinzip“ 50 Ideen die Welt auf den Kopf zu stellen (4. Auflage)
2007 Kalender „Arnos Denk-Mal-Kalender“
2007 CD-Rom „Arnos Spielebuch für das ganze Jahr“
2006 Buch „Warum wir uns noch immer lieben“
2006 Kalender „Arnos Denk-Mal-Kalender 2007“
2005 Buch „Du glaubst wohl du bist was Besonderes“ (Neutral)
2005 Buch „Du glaubst wohl du bist was Besonderes“ (zur Konfirmation) (4. Auflage)
2005 Buch „Du glaubst wohl du bist was Besonderes“ (zur Entlassung vom biblischen Unterricht)
2005 Buch „Bibel dir deine Meinung“ (4. Auflage)
2005 Kalender „Über Deutschland lacht die Sonne…über Arnos Kalender die ganze Welt“
2004 Kalender „Über Deutschland lacht die Sonne…über Arnos Kalender die ganze Welt“
2003 Kalender „Über Deutschland lacht die Sonne…über Arnos Kalender die ganze Welt“
2003 Buch „Kronprinz oder Nesthäkchen“ (Hanna Backhaus)
2003 Buch „Arnos Familien Spiele-Buch“
2002 Kalender „Arnos Panopticum“
2002 Buch „Lieber Lachfalten als Tränensäcke“ (9. Auflage)
2001 Buch „Arnos Advents- und Whynachtsbuch“
2000 CD „Ein- Ein und Rückblick“
2000 CD „Die Platte“
2000 CD „Langarbeitsheftspielscheibe“
2000 CD „Herzlichen willkommen“
2000 CD „Weder Arno noch Andreas“
1998 Buch „Arnos Spielebuch für das ganze Jahr“ (7. Auflage)
1997 Buch „Lache und die Welt lacht mit dir. Schnarche, und du schläfst allein“ (14. Auflage)
1995 Buch „E-fun-gelisation“ (4. Auflage)
1988 LP-MC „Ein- Ein und Rückblick“
1986 LP-MC-Songbook „Herzlichen willkommen“
1985 LP-MC-Songbook „Nach dem Hören kommt das Handeln“
1984 Buch „Bilder wie Lieder, Lieder wie Bilder“
1984 Songbook „Die Noten
1983 LP-MC „Langarbeitsheftspielscheibe“
1981 Songbook „Das Arno & Andreas Songbook“
1980 LP-MC „Die Platte“
1978 LP-MC „Weder Arno noch Andreas“
1973 LP „Arno & Andreas“
1972 Single “Sing & Pray“ (Arno Backhaus)






Walsrode (idea) – Im Leben eines Christen sollten Ehe und Familie Vorrang vor dem Beruf haben. Wer seine Karriere an die erste Stelle setzt, sollte auf eine Eheschließung verzichten. Diese Ansicht vertrat der Evangelist und Aktionskünstler Arno Backhaus (Calden bei Kassel) auf der Jahrestagung der Deutschen Evangelistenkonferenz. An dem Treffen im Geistlichen Rüstzentrum Krelingen bei Walsrode, das am Donnerstag endet, nehmen rund 150 Evangelisten teil.

Backhaus zufolge gehen Manager, Politiker und manche Evangelisten so stark in ihrer Arbeit auf, „daß ihre Ehen eingehen“. Gefährlich werde es häufig dann, wenn der Mann sein Selbstwertgefühl vor allem aus seiner Arbeit beziehe. Auch Evangelisten flüchteten gern ins Büro, um der „quengelnden Frau und nervenden Kindern" zu entgehen. Backhaus bedauerte, daß viele Männer ihre Verantwortung für die Familie nicht wahrnehmen: „Wir sind überall in der Leitung, nur in der Familie nicht.“ Dabei habe Gott den Mann beauftragt, Kopf der Familie zu sein und sie geistlich zu prägen. Eine gelingende Ehe stärke auch die Leistungsfähigkeit im Beruf. Die Ehefrau des Evangelisten, Hanna Backhaus, unterstrich den engen Zusammenhang von Kommunikation und Erotik in der Ehe. Wenn sich der Mann dem verständnisvollen Gespräch entziehe, schwinde die Bereitschaft der Frau zur Sexualität: „Zum Vorspiel gehört für die Frauen das Sprechen.“

Auf Gottes Wirken vertrauen und nicht auf Rhetorik
Auf der Tagung ging es auch um die Frage, welche Qualitäten ein Evangelist braucht und wo die Gefahren in seinem Dienst liegen. Gott wünsche sich Evangelisten, die ihr Vertrauen auf sein Wirken setzten und nicht auf ihre Methoden und rhetorischen Fähigkeiten, sagte der Wissenschaftliche Geschäftsführer des Instituts zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung an der Universität Greifswald, Pfarrer Johannes Zimmermann. Nach seinen Worten kommt es darauf an, daß ein Evangelist aus dem Zuspruch Gottes lebt: „Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Diese Zusage befreie von einem unbarmherzigen Leistungsdruck. Das bedeute aber keine Rechtfertigung von Faulheit und Mittelmaß. Zimmermann: „Gott kann auch durch schlechte Predigten wirken. Das spricht für Gott, nicht für den Evangelisten. Seine Aufgabe ist es, sein Bestes zu geben.“ Der Theologe empfahl Evangelisten, sich ausreichend Zeit für das Bibellesen zu nehmen. Dabei dürfe es nicht um die Frage gehen: „Wie kann ich das für meine Verkündigung verwerten?“ Für die evangelistische Verkündigung sei es wichtig, die Sprache der Menschen und ihre Lebensumstände zu kennen. Eine kirchliche Binnensprache habe in einer Evangelisation nichts zu suchen. Manche biblische Begriffe wie etwa „Sünde“ und „Versöhnung“ seien jedoch unverzichtbar.





Nach dem Versand meines letzten Njus-Lätters bekam ich 2 sehr unterschiedliche Reaktionen:

ARNÖÖÖÖÖÖÖ
du bist doch der geilste verriiicktäste Bruder den ich ahbe und kenne und liebe!!!
Hör mal ich liiiiiebe deine Niuslädder fei ährlich gä!!?? SCHICK MIR BITTE DEIN BUCH:
Woran starb das tote Meer?: Widersprüchliches zum Lach(denk)en - für 8 Milliarden Eurolein!! Ich komme zum Aartal gucken wie du mit Nina rockst ;-) wußtest du dass ich mit Nina Hagen seit fast einem Jahr eine neue GÖTTLICHE TALKSHOW plane - so nennen wir das immer ...hast du bock irgendwie mit zu machen ????MIT IDEEN??? MIT PLANUNG MIT GEBET. DU GEILER TYP - AUF DEN HIMMEL FREU ICH MICH WEGEN JESUS UND WEGEN DURCHGEKNALLTEN TYPEN WIE DIR!!!
SCHADE DASS WIR UNS NICHT SO OFT SEHEN - DU KÖNNTEST ZUM BEISPIEL BEI MIR ÖFTER MAL VORBEI GUCKEN ZUM PUTZEN - VOR ALLEM HINTERM CD REGAL STAUBTS IMMER SO - ALTBAU HOHE DECKEN VIEL STAUB!!
Love ya Du PUNKy* will auch so ne Brille!! Gottes Nähe mein Lieber ----> 1.Petrus 5,6 Davy von der Navy grüße an die beste Hannaaaaaa

Lieber Herr Backhaus,
ich erhalte öfter Hinweise auf Konzerte etc., die von Ihnen veranstaltet oder verantwortet werden. So auch heute wieder mit dem etwas anderen "Njus-Lätter". Wenn man schon glaubt, ohne den "news letter" nicht auskommen zu können, so sollte man ihn wenigstens richtig schreiben und nicht diese kindische Verballhornung, die man nur einem unreifen und schulschwachen pubertierenden Jugendlichen zutraut, verwenden. Solche peinlichen Schreibweisen darf man erwachsenen Menschen, denen Kultur etwas bedeutet, einfach nicht durchgehen lassen. Sie schrecken eher ab als einladend zu wirken. Bitte bedenken Sie das doch bei Ihren künftigen Formulierungen.
Freundliche Grüße J.P



1980 war ein denkwürdiges Jahr:

„Arno & Andreas“


Anfang der 70er Jahre hatte der CVJM Kassel den katholischen Pater Père Cocagnac aus Frankreich zu einem Konzert in die Kasseler Stadthalle eingeladen. Dieser Liedermacher begeisterte mich sofort, weil er der erste war, der verstehbare christliche Texte sang und nicht irgendwelche frommen Wahrheiten aneinanderreihte. Er hatte eine außergewöhnliche Begabung, biblische Geschichten in Lieder zu verpacken („Anschluss wieder mal verpasst“, “Philippus und das Huhn“, „Deine Augen verraten es mir“ etc.). Ich besorgte mir seine LPs, spielte die Lieder nach und trug sie auf kleinen regionalen Jugendtreffen vor. So wurde ich im Laufe der Zeit zu einem kleinen Geheimtipp in Nordhessen und öfter mal eingeladen, um die Lieder vorzutragen.


anklicken und vergrößern


„Es begann das, was sich später zu ‚Arno & Andreas’ entwickelte.“
Die „Band der Initiative Junger Christen“1970 fand in Korbach, etwa 80 km von Kassel entfernt, eine von der Evangelischen Allianz organisierte Veranstaltung mit dem Evangelisten Wolfgang Dyck statt. Am 15.2.1970, nach der Abschlussveranstaltung, fuhren Wolfgang Dyck und einer seiner Mitarbeiter auf einen LKW-Anhänger auf, der unbeleuchtet auf der Straße abgestellt worden war. Beide starben durch diesen Verkehrsunfall. Die Frau von Wolfgang Dyck sagte bei der Beerdigung zu den Jugendlichen, dass ihr Mann jetzt nicht mehr da sei, dass sie jetzt weitermachen müssten. Es entstand in Korbach und Arolsen die missionarische Jugendarbeit “Die Initiative Junger Christen“. Konzerte, innovative Jugendevangelisationen, Jugendtage und missionarische Jugendwochen fanden statt. Diese wurden meistens von einem Chor mit Begleitband unterstützt, dem „Chor der Initiative Junger Christen“. Andreas Malessa spielte in der Begleitband Gitarre. Nach einer LP, die im Hermann Schulte Verlag (heute Gerth Medien) erschien, und etwa zwei Jahren Konzertauftritten im Nordhessischen und Bergischen Land, löste sich der Chor aus privaten, aber auch beruflichen und ausbildungsbedingten Gründen auf. Die Band blieb übrig. Sie erinnerten sich an meine Auftritte in Nordhessen, vorwiegend mit den Père Cocagnac-Liedern. So kam die Band dazu, bei mir anzufragen, ob ich nicht Lust hätte, bei ihnen mitzumachen. Ich hatte, und es begann das, was sich später zu „Arno & Andreas“ entwickelte. Ab 1972 gaben wir zwei Jahre lang als „Band der Initiative Junger Christen“ Konzerte in Deutschland, aber auch in Holland, Frankreich und Österreich. Mit Country- und Folkmusic, Banjo, Mandoline, Gitarre, Kongas und Mundharmonika zogen wir durch kleine Teestuben, aber auch durch größere Konzerthallen. Hanna und ich waren frisch verheiratet, und Hanna hatte in der Band - neben dem Job als „Bandmutter“ - die Aufgabe der Mixerin am Mischpult übernommen.

„Wir gehörten zu den Ersten in Deutschland, die christliche Popmusik machten.“

PionierarbeitWir gehörten zusammen mit ein paar anderen zu den Ersten in Deutschland, die christliche Popmusik machten. Alles war Pionierarbeit - neu, faszinierend, fremd. Wir waren voller Elan, machten aber auch viele Anfängerfehler.
Aufbruch lag in der Luft. Es gab kaum Konzerte. Wir waren eine der wenigen christlichen Bands in Deutschland, die deutsche Texte sangen. Das Wort „Band“ reichte damals schon, um Hunderte von Jugendlichen anzuziehen. Es gab im christlichen Bereich noch ein paar andere Bands, die hauptsächlich englische Texte sangen, und auch “englisch“ reichte, um Jugendliche anzulocken. Die Begriffe „Band“ und „englisch“ waren angesagt und zündeten!
Wir als Band wollten aber missionieren, und so blieben wir vorwiegend bei deutschen Texten. Die Veranstalter in Deutschland (und da gab es noch nicht sehr viele) wollten auch evangelisieren und luden uns verstärkt ein, gerade weil wir eine Band waren, die Lieder mit deutschen Texten sang. So bekamen wir viele Konzertanfragen und versuchten, sie neben unseren Jobs und unserer Ausbildung unterzukriegen.


Mit BarryMcGuire hat alles begonnen

von lins nach rechts Christine & Manfred Siebald, Hanna & Arno Backhaus, Barry McGuire und John York (Ex-Byrds), gemeinsam mit ihren Frauen nach einem bewegenden Konzert!! Mit Barry McGuire hat mein Bauchladen 1972 begonnen.


Durch die Jesus-People in den USA und durch Konzerte im Ausland bekamen wir Kontakte zu den unterschiedlichsten Gruppen. Auf einem der Festivals sah ich einen Schallplatten-Prospekt in dem 5 Pop-Rock LPs (mehr gab es damals noch nicht) angeboten wurden. Neben einer LP von Larry Norman fand ich auch eine LP von Barry McGuire („Seeds“). Ich kannte Barry noch von meiner unfrommen Zeit und war ganz überrascht ihn in einem christlichen Prospekt zu finden. Ich bestellte mir die LP und war mehr als elektrisiert!! Es war die wirklich erst christliche Rock-LP weltweit. Bisher war Manfred Siebald das Progressivste was es auf dem Markt gab. Barry McGuire, einer der Protestsänger gegen den Vietnam-Krieg und Hauptdarsteller von Musical Hair war Christ geworden. Die LP von Barry McGuire war eine Revolution für die damalige Zeit, vom Musikstil aber auch von der Qualität!!! Als Andreas die LP hörte, gab er mir einige engl. Pfund in die Hand, ich sollte ihm eine LP mit bestellen. Als Andreas später seinen Freunden die LP vorspielte, wollten auch die die LP bestellen. Auf gut Glück bestellten wir halt noch Larry Norman mit (bis dahin absolut unbekannt).

Aus diesen Einzelbestellungen wurde eine Flut von LP-Bestellungen. Das Ganze mündete in ein Konzertbüro „gospelcontact“, das wir 1974 mit Angelika & Gerd Fries (heute beiden bei ERF-Medien) aus Wetzlar gründeten.

Neben Konzerten wurden LPs verkauft und mit dem Gewinn verteilten wir auf unseren Konzerten in hoher Auflage eine von uns ins Leben gerufene christliche Musikzeitung „COGO“. Wir waren also die ersten die bundesweit christliche Popmusik vertrieben, Andreas und ich nebenberuflich, Angelika & Gerd hauptberuflich.

Außergewöhnlich war, dass die Jusos und die Stadt Kassel als Träger des Abenteuerspielplatzes, auf dem ich als Sozialarbeiter arbeitete, mir absolute Planungsfreiheit ließen und volles Vertrauen in meine Person und meine Arbeit hatten. Wenn wir als Band beispielsweise schon ab Donnerstag zu einer 4-Tage-Tournee aufbrachen, musste ich nicht erst um Erlaubnis bitten, sondern konnte den Abenteuerspielplatz in Eigenverantwortung verlassen und für diese vier Tage schließen. So konnten wir ohne große Probleme jederzeit Terminanfragen, die wir zuhauf bekamen, zusagen.

„Als wir immer mehr Terminanfragen bekamen, sahen wir darin einen Hinweis Gottes, diese Konzerte hauptberuflich durchzuführen.“

Der Start von „Arno & Andreas“Nach zwei Jahren Konzertauftritten mit dem umständlichen Namen „Band der Initiative Junger Christen“ und einer vierwöchigen Abschluss-Tournee durch die USA beendeten wir unsere Konzerttätigkeit. Wir lösten die Band auf. Andreas zog nach Hamburg, um Theologie zu studieren, andere mussten zum Zivildienst oder begannen in anderen Orten zu studieren, ich blieb in Kassel auf meinem Abenteuerspielplatz. Nach ein paar Monaten fragte ein Veranstalter an, ob wir uns vorstellen könnten, ausnahmsweise ein Konzert zu geben, nicht mit der ganzen Band, sondern nur zu zweit, nur Andreas und ich. Wir stimmten zu und ahnten nicht, dass immer mehr „Ausnahmekonzerte“ angefragt werden würden. Den Veranstaltern schien es keine Probleme zu bereiten, die hohen Fahrtkosten zu bezahlen (Andreas reiste aus Hamburg an, ich aus Kassel). Das war der Start von „Arno & Andreas“. Später kam noch Roger Albrecht als Mixer dazu, dann Dieter Falk als Keyboarder (heute ein erfolgreicher Produzent), Dieter Roesberg als Gitarrist (heute Redakteur bei dem Musiker-Fachmagazin Gitarre & Bass), „Stöckie“ als Schlagzeuger (heute bei PUR und anderen Bands), Folker Albrecht als Bassist (heute Lehrer in Siegen) und Daniel Redelstorff als Licht-Mann (heute bundesweiter PA-Verleiher). Zwischendurch versuchten wir uns auch mal als Rockband, mit Thomas Adam, Michael Noss, Wolfram Krebs und Lothar Kosse an den Instrumenten, aber wir merkten ziemlich bald, dass die Stimmen von Andreas und mir weniger rockig als eher liederartig ausgerichtet waren. Nach einer kurzen Rockmusik-Episode mit absolut heiseren Stimmen nach jedem Konzert wechselten wir mit Popmusik und Popballaden wieder in etwas ruhigere Gefilde. Mehr als zehn Jahre lang waren wir dann als „Arno & Andreas und die Dieter Falk Band“ unterwegs (der Name war nicht gerade spannender als unser erster Name). Als wir im Laufe der Zeit immer mehr Terminanfragen bekamen, sahen wir darin einen Hinweis Gottes, diese Konzerte hauptberuflich durchzuführen.

„Jedes Konzert und jede Abrechnung waren eine Überraschung.“

Kündigungen1980, zur gleichen Zeit, als wir die Entscheidung trafen, hauptberuflich Konzerte zu geben, bekam Hanna unser erstes Kind. Sie hatte bis dahin als Sozialpädagogin einen Kindergarten geleitet. Ihr war klar, dass die Entscheidung für ein Kind hieß, ganz für das Kind und die Entwicklung des Kindes dazu sein. Ihre Kündigung als Kindergartenleiterin kam zeitgleich mit meiner Kündigung als Leiter des Abenteuerspielplatzes. Von heute auf morgen sackten wir von zwei vollen Monatsgehältern auf Null runter. Das war für uns natürlich ein Riesenschritt, und unser Gottvertrauen wurde wirklich auf die Probe gestellt - freiwillig zwei Jobs aufzugeben, um für Familie und musikmissionarische Arbeit frei zu sein.
Zwar hatten wir viele Konzertzusagen, aber keine festen Honorarforderungen. In unserem Infoblatt an die Veranstalter stand noch lange, dass der Veranstalter uns geben konnte, was er für angemessen hielt. Jedes Konzert und jede Abrechnung waren eine Überraschung, und manchmal auch eine echte Herausforderung, wenn uns ein Veranstalter mal wieder großzügig 50 DM als Honorar überreicht hatte.

Da wir uns von den Konzerthonoraren nicht alleine finanzieren konnten, hatten Andreas und ich jeweils ein zweites finanzielles Standbein. Andreas arbeitete noch als freier Journalist im SWR und ich verkaufte christliche LPs, importierte Poster, Buttons, Aufkleber und T-Shirts aus Holland, England, Schweden und den USA. Es war die Zeit, in der Poster und Aufkleber gerade erschienen, jeansfarbenes Briefpapier mit Bibelsprüchen. Alles absolut angesagt in der Hippie- und Jesus-People-Zeit der 70er Jahre. Ich war der erste, der diesen „frommen Kleinkrusch“ unters Volk brachte. Auf jedem Arno & Andreas Konzert hatte ich einen Tisch voller bunter amerikanischer Aufkleber, Blechschilder, Poster (in deutsch gab es das alles noch nicht). Neben diesem Kleinkrusch boten wir 5 LPs an, von Larry Norman, Barry McGuire, 2nd Chapter of Acts, Ray Hildebrand und Jamie Owens und ein T-Shirt der Resurrection Band (sie waren die ersten die fromme T-Shirts hatten). Dazu verteilte ich Jesus People Zeitungen aus den USA, die „One Way“ aus Berlin und die „Jesus Zeitung“ aus Hamburg. Immer mehr Leute bezeichneten meinen Tisch als „Bauchladen“ (den man ja vor sich herträgt), und als ich mich 1970 selbstständig machte, war es nur passend diesen Namen zu wählen für meinen Laden. Mein Bauchladen war schon immer weniger ein Ladengeschäft, als mehr ein kleiner Versandhandel. Logisch, bei mehr als 100 Terminen bundesweit und keinen Angestellten ist ein Laden mit unregelmäßigen Öffnungszeiten nicht möglich. Mein Ziel (bis heute) war immer klein zu bleiben, nicht zu wachsen und bisher ist mir dies gut gelungen. Mehr über diese Philosophie im Folgende…


Unsere 1. LP (nicht als CD lieferbar)




WORIN ICH MICH VIELLEICHT (?)
VON ANDEREN UNTERSCHEIDE?


In nur wenigen, aber entscheidenden Punkten:


1. Zuerst kommt unsere Ehe und Familie, dann kommt eine Weile nix
und erst dann kommt mein Laden!

Ich lebe nicht für meinen Laden, sondern bemühe mich, daß der Laden mich ernährt und ich dadurch Freiräume für Gottes Willen bekomme. Trotzdem bin ich kein Phantast und Realist genug, zu wissen, daß es leider immer wieder Zwänge gibt, die mich einengen. Ich bemühe mich diese Zwänge sehr gering zu halten.



2. Ich will nicht wachsen und expandieren, nicht größer werden

Vor Jahren sagte mir ein Geschäftsführer einer christlichen Firma “Du könntest mit deinen vielen Adressen und deinem Potential viel mehr Umsatz und Gewinn machen”. Ich sagte ihm “Warum sollte ich das? Ich kann doch von dem Gewinn den ich jetzt mache leben und meine Familie ernähren. Was will ich denn mehr?” Ich erlebe immer wieder Menschen in Verlagen und Werken, bei denen Ehe praktisch nicht mehr stattfindet, weil sie fast nur noch arbeiten, oder arbeiten müssen oder auch arbeiten wollen (??!! Workoholiks!). Sie haben sich dem Wirtschaftswachstum und einem damit verbundenen Zwang (freiwillig?) unterstellt. Man muß sich entscheiden, ob man diesen Kreislauf mitmacht oder nicht. Und wenn man mitmacht, dann besteht die Gefahr, daß viele in ihrem Geschäft untergehen und eingehen - und nicht nur das Geschäft, sondern die Ehe, die Familie, die ganze Persönlichkeit. Meine Entscheidung ist vorrangig für die Familie dazusein und nicht den Umsatz zu machen, den ich machen könnte. Ich sehe viele, die gute Geschäfte machen, sehe ihre Häuser und Autos - aber meine Lebensqualität möchte ich nicht tauschen gegen ihre materielle Qualität!! Ein Teil meiner Lebensqualität besteht darin, daß ich Dinge tun kann, die ich tun möchte und nicht tun muß! Vielleicht kennt ihr ja die folgende Geschichte :

...von der Kunst zu leben.
In einem Hafen liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot.Er döst vor sich hin, genießt die Sonne und blickt auf das herrliche Meer. Ein Tourist geht herum und fotografiert. Nach einer Weile entdeckt er den Fischer in seinem Boot. Die zwei kommen ins Gespräch. Auf die besorgte Frage des Touristen hin erzählt der Fischer, dass er schon am Morgen mit seinem Boot ausgefahren ist und genug für die nächsten 2 Tage gefangen hat.

Der Fremde fragt, ob er nicht heute ein zweites oder drittes Mal ausfahren möchte, dann könne er doch viel mehr fangen ... und das nicht nur heute, sondern an jedem Tag. Der Fischer schüttelt den Kopf. Der Tourist schwärmt ihm vor, was er sich dann alles leisten könne und wie sein Geschäft aufblühen würde. “Sie würden sich ein Kühlhaus bauen, vielleicht eine Räucherei, mit einem Hubschrauber rumfliegen, die Fischschwärme ausmachen und Ihren Kuttern per Funk Anweisung geben. Sie könnten die Lachsrechte erwerben, ein Fischrestaurant eröffnen, den Hummer direkt nach Paris exportieren – und dann ...” die Begeisterung verschlägt dem Fremden die Sprache. Der Fischer klopft ihm auf den Rücken. “Was dann?” fragt er leise. “Dann”, sagt der Fremde mit stiller Begeisterung, “dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne dösen – und auf das herrliche Meer blicken.” “Aber das tu ich ja schon jetzt”, sagt der Fischer...(nach Heinrich Böll)



3. Ich versuche so unbürokratisch wie möglich meinen Laden zu führen.

Nicht vorrangig die Gewinnmaximierung ist mein Ziel (auch wenn ich natürlich nicht von Luft lebe und Gewinn machen muß um zu überleben), sondern dem Kunden weiterzuhelfen. Etwa 20-30% der Kundenanfragen bringen mir keinen Cent, sondern nur Arbeit (Kunden fragen mich nach Telefon -Nummern, Adressen, bestimmten Texten, CDs die es in Deutschland nicht mehr gibt, Bücher die ausverkauft sind, Hintergrundinformationen zu einzelnen Musikern, usw.)


anklicken und vergrößern


4. Manchmal gehe ich unkonventionelle Wege

Wenn ich bei Kirchentagen oder größeren Festivals einen CD- und T-Shirt-Tisch habe und zwischendrin mir mal die anderen Stände anschauen möchte (und alleine am Stand bin), dann lege ich meine Kasse auf den Verkaufstisch, nehme die meisten Scheine heraus und stelle ein kleines Schild vor die Kasse: “Selbstbedienung! Scheine reinlegen, Wechselgeld rausnehmen, Kasse schließen. Wer mich beklaut, schädigt nicht mich, sondern sich selbst, denn er muß mit seinem schlechten Gewissen fertig werden, nicht ich.” Natürlich kommt es auch vor, daß man mich bestiehlt, aber bisher lebe ich ja noch, es war noch nie so viel, daß ich daran eingegangen bin...

Auf einer meiner ersten Kataloge (von 1981) steht auf der Coverseite “Überleg dir was du bestellst, bestell nicht zu viel! In der 3. Welt leiden viele Menschen an Hunger und wir ziehen uns eine CD nach der anderen rein und geben das Geld wahllos aus...” Meine Konkurrenz sagt natürlich “Du bist verrückt, du kannst doch nicht auf der ersten Seite dem Kunden empfehlen, daß er nicht so viel bestellen soll. Er soll doch bestellen, das ist doch der Sinn eines Kataloges...!” Ich habe damit weniger Probleme und möchte eigentlich meine Kunden immer wieder auch daran erinnern mit ihrem Geld sinnvoll umzugehen. Es ist für mich eben nicht das erste Ziel etwas zu verkaufen, oft auf Kosten von Glaubwürdigkeit und Lebensqualität. Ich habe in einem anderen Katalog meinen Kunden den Rat gegeben, erst dann eine CD oder ein Shirt zu bestellen, wenn sie den gleichen Geldbetrag dafür noch einmal gespart haben und einer sozialen Einrichtung geben. Wer so viel Geld nicht hat, wartet eben mit der Bestellung, bis er den gleichen Betrag noch mal angespart hat, denn: geteilte Freude ist doppelte Freude!!




Startseite | Impressum